Category Archives: Blogartikel

It was like a prison … a terrible experience

++ English version below ++

Mein Traum war es schon immer, nach Europa zu reisen und dort zu leben. Um diesen Traum wahr werden zu lassen, habe ich mich dazu entschieden an einer deutschen Universität zu studieren, um eine gute Ausbildung und einen guten Job zu erhalten. Ich habe Deutschland aus verschiedenen Gründen gewählt: Lebensqualität, Meinungsfreiheit und ein gutes Bildungssystem. Hinzu kommt, dass ich Atheist bin und aus einem islamisch geprägten Land komme, Jordanien. Aufgrund meiner meiner anderen Ansicht von Religion war es dort schwierig für mich zu leben und soziale Beziehungen aufzubauen.

Daher habe ich ein Studierenden-Visum in Deutschland beantragt. Es gibt viele Anforderungen, um ein Visum zu bekommen und ich musste kämpfen um diese zu erfüllen. Die größte Herausforderung war es, nachzuweisen, dass ich meine Lebenshaltungskosten in Deutschland finanzieren werden kann. Ich musste nachweisen, dass ich 8040€ auf dem Konto habe. So viel Geld hatte nicht mal eben so und musste daher kämpfen, um dieses Geld zu besorgen.

Um einen Antrag für ein Studierenden-Visum stellen zu können, sollte man mindestens drei Monate vorher einen Termin in der Botschaft machen. Um überhaupt einen Termin bekommen zu können muss der*die Antragsteller*in sich über ein Onlineportal registrieren, das erst ab 24 Uhr geöffnet wird. Ich verstehe bis heute nicht, warum sie das Portal erst nach Mitternacht öffnen, um die verlangten Informationen eintragen zu können. Letztendlich habe ich einen Termin für die Visabeantragung bekommen und bin zur deutschen Botschaft in Amman gegangen. Dort ist es wie im Gefängnis mit vielen Sicherheitsbarrieren und die Antragsteller*innen können die Botschaft nicht betreten solange sie keinen Termin haben. Nur um eine Frage zu stellen, muss man den Sicherheitsmann fragen und er leitet dann die Frage an das Personal in der Botschaft weiter. Die Botschaft per Telefon zu erreichen ist nicht möglich. Wenn man also eine Frage bezüglich seines Antrags hat, muss man persönlich zur Botschaft gehen, die jedoch nur eine Stunde, zwischen 7:30 und 8:30 Uhr für Antragsteller*innen geöffnet hat. Dazu kommt, dass nicht nur jordanische Bewerber*innen hier ihren Visumsantrag stellen können. Die Botschaft in Amman ist für die drei Länder Jordanien, Syrien und Irak verantwortlich, daher ist es dort sehr voll und eng.

Ich lebe nun in Deutschland und sobald ich mein Studium beendet habe, möchte ich ein Visum für Arbeitssuchende beantragen. Ich hoffe das wird nicht wieder eine solch schreckliche Erfahrung wie mit meinem Studierenden-Visum. I wünsche mir, dass die deutsche Regierung das Visaverfahren verbessert und es flexibler gestaltet.

 

++ English version ++ 

My dream has always been to travel to Europe and live there, and to make this dream come true, I decided to study at a German University in order to be able to get good education and a good job.

I chose Germany because of many reasons, the quality of life, freedom of speech, and a good education system. Moreover, I am an atheist coming from an Islamic country, Jordan, and it was hard for me to live there and to build social relationships because of my different view about religion.

Therefore I applied for a student Visa in Germany. There are many requirements to get the visa and I was struggling to fulfil these requirements, the biggest obstacle was to proof the financial ability to finance life expenses in Germany and it was 8040 Euro, I didn’t have this amount of money in cash, therefore I was struggling to get this amount of money.

To apply for a student visa, you should get an appointment before at least three months, in order to get an appointment the applicant should apply via web portal that is open after midnight, I do not understand until now, why they activate this portal only after midnight to register the required information. Anyway I get an appointment for visa application, thus I went to German embassy in Amman, and it was like a prison with many security barriers, and the applicant can’t enter the embassy, only through an appointment and even to ask a question you have to ask the security guy then he will ask the employees in the embassy. Contacting the embassy via phone is impossible, so If I have to ask questions regarding my application, I have to go to embassy that is just opened for applicants for just one hour from 7:30 to 8:30 AM, and it’s not only Jordanian applicants can apply for visa in Amman: the embassy in Amman is for three countries Jordan, Syria and Iraq, therefore it was very crowded and very small.

I live now in Germany, and after completing my studies, I want to apply for a work search visa, and I hope that it will not be a terrible experience like applying for a student visa, and I wish that the German government improves the process of visas and makes it more flexible.

Origin:
Jordan
Destination:
Germany
Purpose:
Studies
Occupation:
Student

My visa was denied – I couldn’t know why

++ English version below ++

Da ich immer noch dabei bin, ein Studierendenvisum für Deutschland zu beantragen, möchte ich meine Geschichte gerne anonym veröffentlichen.

Ich bin ecuadorianischer Staatsangehöriger und wohne in Quito.

Im Juli 2014 bekam ich eine Zusage von der Pariser “École Normale de Musique de Paris Alfred Cortot”, um mein Musikstudium, genauer gesagt Klavier, zu beginnen. Daraufhin habe ich im August 2014 bei der französischen Botschaft in Quito ein Studierendenvisum beantragt. Jede Person, die in Frankreich studieren möchte, muss ein Interview mit “Campus France”, der nationalen Behörde, die mit der Förderung der französischen Universitätsbildung weltweit betraut ist, führen – zusätzlich zum Interview in der örtlichen Botschaft. Nachdem ich meine Dokumente bei der Botschaft eingereicht hatte, wurde ich an den Campus France in Quito weitergeleitet, um einen Termin für das pädagogische Interview festzulegen. Die zuständige Person stellte sich während des Gesprächs als sehr unhöflich und unnachgiebig heraus und unterbrach mich ständig. Deshalb konnte ich ihr mein Vorhaben eines Studiums in Frankreich kaum erklären. Ich entschied mich dazu dem Ereignis nicht zu viel Bedeutung zuzumessen und begann mich für ein zu der Zeit bevorstehendes Einordnungsvorspiel am vorher erwähnten Musikinstitut vorzubereiten, das im September stattgefunden hätte. Ich muss hinzufügen, dass ich zu der Zeit privat Französischstunden genommen habe.

Laut den Informationen, die ich bei der Beantragung in der französischen Botschaft bekommen hatte, dauert es normalerweise 3 bis 5 Wochen um eine Antwort auf einen Antrag für ein Langzeitvisum zu erhalten. Es waren schon mehr als 7 Wochen ohne Neuigkeiten vergangen und zu dem Zeitpunkt habe ich mir schon Sorgen gemacht, das Studium in Paris nicht rechtzeitig beginnen zu können. Ich rief die Visumsabteilung der Botschaft an, wo mir gesagt wurde, dass mein Pass fertig sei und ich ihn direkt abholen könne. Als ich bei der Botschaft ankam, wurde mir – ziemlich unfreundlich – gesagt, dass mich niemand angerufen habe oder mir genehmigt hätte, meinen Pass abzuholen. Da ich durch die Art und Weise wie ich aus der Arbeitsnische vertrieben wurde, nicht die Möglichkeit hatte mich zu erklären, blieb ich verwirrt und hilflos zurück. Als mich die Botschaft ein paar Tage später endlich anrief und ich meinen Pass abholen konnte, wurde mir mitgeteilt, dass mein Antrag abgelehnt wurde.

Ich habe dann einen Brief bekommen, in dem stand, dass sie laut Artikel L211-2 des CESEDA das Recht hätten, mir die Gründe für die Ablehnung nicht mitzuteilen. Mir wurde die Option gegeben die Entscheidung anzufechten, indem ich die von mir präsentierten Unterlagen innerhalb von zwei Monaten nach der Ablehnung selbst an die “Commission de Recours contre les décisions de Refus de Visa d´entrée en France” in Nantes schicke. Ich entschied mich für diese Möglichkeit und bat die Visumsabteilung um Information, um alles ordnungsgemäß zu verschicken. Deren Antworten waren unklar und mehrdeutig und als ich fragte, ob ich die Dokumente übersetzen solle, sagten sie, das sei nicht notwendig. Das Institut in Paris unterstützte mich währenddessen sehr gut, indem es mir bis zum 15. Dezember Zeit gab um anzukommen, obwohl das den Verlust von 3 Monaten Unterricht bedeutet hätte.

Im November 2014 bekam ich meinen Pass zurück, ohne Visum und mit einem Brief von dem Komitee in Nantes, in dem erklärt wurde, dass meine Dokumente abgelehnt wurden, weil sie nicht übersetzt waren.

Trotz meiner Entrüstung entschied ich mich nicht aufzugeben und ein Jahr zu warten, um ein Jahr später, im Juni 2015, noch einmal bei der französischen Botschaft in Quito ein Studierendenvisum zu beantragen. Schließlich wollte ich Musik studieren und hatte keine anderen Pläne. Das Institut in Paris verstand meine Situation und schickte mir sofort eine neue Zulassungsbescheinigung für den Zeitraum 2015/2016.

Ich suchte noch einmal alle Dokumente zusammen, die ich brauchte, und achtete darauf, alles so perfekt wie möglich vorzubereiten, da ich nie herausgefunden hatte, warum mein erster Versuch abgelehnt wurde. Der Termin bei der Botschaft am 22. Juni 2015 lief sehr gut und mir fehlte nur noch das Interview bei Campus France. Mir fiel auf, dass die zuständige Person dieselbe war wie letztes Jahr. Ich muss sagen, dass sie noch unfreundlicher und feindseliger war als beim letzten Mal und mich die Fragen, die sie stellte, kaum ordentlich beantworten ließ. Um alles noch schwieriger zu machen, wurde das Interview auf Französisch geführt, obwohl ein Sprachzertifikat an meiner Universität in Paris keine Zulassungsvoraussetzung war.

Am 5. August 2015 wurde mein Visum abgelehnt und ich wusste wieder nicht warum.

Da ich nicht wusste was ich tun sollte, habe ich in den nächsten Tagen verzweifelt versucht, den französischen Botschafter in Ecuador zu erreichen. Ich schickte ihm einen Brief und alle meine Unterlagen und wartete auf eine Antwort. Fast sofort bekam ich einen Anruf von der Visumsabteilung, bei dem ich aufgefordert wurde, am nächsten Morgen um 8 Uhr in der Botschaft zu sein. Ich dachte das wäre ein gutes Zeichen, und dass ich ein weiteres Interview haben würde. Ich lag falsch. Die Person, die mich empfing stand mir gegenüber und gab mir den Brief und die Dokumente, die ich an den Konsul geschickt hatte, auf eine sehr unfreundliche Art und Weise zurück. Er sagte dann wiederholt, dass sie mit meinem Problem nichts zu tun hätten und ließ mich die Mitteilung, die sie mir bei der zweiten Ablehnung geschickt hatten, laut vorlesen. Gedemütigt, restlos enttäuscht und ratlos verließ ich die Botschaft.

Ich hatte immer die (vielleicht unterbewusste) Angst, dass eine zweite Ablehnung möglich sei. Deshalb hatte ich mich während der Vorbereitung für meinen zweiten Antrag für ein französisches Studierendenvisum auch für einen Bachelorstudiengang in Freiburg, Deutschland, beworben, der mich sehr interessierte. Zwei Wochen nach der Ablehnung meines Visums für Frankreich, am 24. August 2015, erhielt ich von der Universität Freiburg einen Zulassungsbescheid für ihr Studienkolleg, das im Oktober 2015 beginnen würde.

Ich konnte es zuerst nicht glauben.

Wie am Anfang erwähnt, muss ich mein Visum von der deutschen Botschaft noch erhalten. Ich ging dorthin, um nach Informationen zu fragen und um Dokumente, die ich an meinem Termin am 16. September 2015 vorlegen muss, beglaubigen zu lassen. Ich muss sagen, dass alle Angestellten dort extrem höflich waren und meine Zweifel sofort auswischten.

Auch mit einer Erfahrung, wie ich sie gemacht habe, habe ich das Gefühl, Glück gehabt zu haben: Glück, die Möglichkeit zu haben so schnell neu starten zu können und Menschen zu haben, die mich unterstützen und mich durch den Prozess führen.

++ English version ++

Taking into consideration that I am still applying for a student visa for Germany, I would rather present my story anonymously.

I am an Ecuadorian citizen, living in the city of Quito.

In July 2014, I was accepted at the “École Normale de Musique de Paris Alfred Cortot”, in order to start my superior studies of music, specifically in Piano performance, in Paris, France. I then applied for a student visa at the French Embassy in Quito, in August 2014.  It is a norm that every person willing to study in France must pass an interview with “Campus France” (The National Agency in charge of the promotion of French higher education around the world) in addition to the interview at the local Embassy. After handing my documents at the Embassy I was put in contact with Campus France in Quito to schedule the pedagogical interview. The person in charge of it turned out to be very impolite, intransigent and very cutting while talking to me on the day of my appointment. Therefore, I could barely explain my project of studies in France to her. I decided not to give much importance to that event and began preparing myself for an (at that time) upcoming placement audition at the aforementioned institute of music, which would have taken place in September. I must add that I was taking private French lessons in that moment.

It takes normally about 3 to 5 weeks to get an answer regarding long term visa applications, according to the information I was given on the day of my appointment at the French Embassy. It was already 7+ weeks since I didn´t have any news from them, and at that time, I was very worried not to be able to start my course in Paris on time. I called the Visa Department of the Embassy and they told me that my passport was ready, and that I could pick it up immediately. When I showed up at the Embassy I was told, quite rudely, that nobody had contacted me or given me any authorization to pick up my passport. Not being able to explain myself due to the way I was urged to leave the cubicle I was in, I remained confused and helpless. When they finally called me a couple of days later and I was actually able to get my passport back, I was told that my visa was denied.

I then received a letter which simply stated that, according to the Article L211-2 of CESEDA, they had the legal authority not to tell me the reasons that motivated that denial. I was given the option to appeal the decision by sending the documents presented at the Visa appointment, on my own, to the “Commission de Recours contre les decisions de Refus de Visa d´entrée en France”, located in the city of Nantes, in a period of two months from the notification of denial. I decided to take that opportunity, and in order to send everything properly, I asked the Visa department for information. Their answers were unclear and ambiguous, and when I asked them if I should translate the documents I was about to send, they told me that it was not required. In the meanwhile, the Institute in Paris was extremely supportive and gave me the opportunity to reach the school until the 15th of December 2014, even though that meant losing almost 3 months of classes.

In November 2014 I received my passport back, without a visa, and a letter from the Committee at Nantes explaining that they rejected my documents because they weren´t translated.

In spite of my indignation, I decided not to give up and wait a year to apply for another student visa at the French Embassy in Quito in June, 2015. After all, I wanted to study music, and I had no other plans. The school in Paris understood my situation and mailed me a new certificate of admission for the 2015/2016 period immediately.

I gathered all the documents needed, one more time, and I was careful to prepare everything as perfect as possible, given that I never knew what I did wrong in my first attempt. The appointment at the Embassy on the 22nd of June, 2015 went very well, and I just had the interview at Campus France left. The person in charge of it, I recognized, was the same of last year. I must say that she was even more hostile and rude than the last time, and barely allowed me to answer properly to any question she made. To make everything more difficult, the interview was held in French, even when my school in Paris does not list a language certificate as one of the requirements for admission.

On the 5th of August 2015, my visa was denied, and again, I couldn´t know why.

Not knowing what to do, I desperately tried to reach the French Consul in Ecuador in the following days. I sent him a letter and a copy of all my documents, and waited for an answer. Almost immediately I received a call from the Visa Department and I was requested to be at the Embassy the next morning at 8 o´clock. Believing it was a good sign, I thought I was going to have another interview. I was wrong. The person who received me stood in front of me, and very disrespectfully returned me the letter and documents I sent to the Consul. He then repeatedly said they had nothing to do with my problem and made me read out loud the notification they gave me when they denied the visa the second time. Humiliated, I left the place utterly disappointed and clueless.

I couldn´t believe at first.I always had the (perhaps unconscious) fear that a second denial was possible. Therefore, while preparing my documents for the French student visa, I also applied for a Bachelor´s Degree Program I was deeply interested in at the University of Freiburg, in Germany. Two weeks after the denial of my visa, on the 24th of August, 2015, I received an admission letter from the University of Freiburg to study at their Studienkolleg, starting on October 2015.

As written at the beginning of this letter, I must still obtain my visa at the German Embassy soon. I went there to ask for information and to legalize several documents I must present at my appointment, scheduled for the 16th of Sept, 2015. I must say, that all the personnel working there are extremely polite and all my doubts were cleared immediately.

Even with an experience like the one I had, I feel undoubtedly lucky; lucky for having the opportunity to start over so promptly and for having people who support me and guide me throughout the process.

Origin:
Ecuador
Destination:
FranceGermany
Purpose:
studies

The time I visited my girlfriend in Denmark

++ English version below ++

Zu Besuch bei meiner dänischen Freundin

Mein Name ist Yonah, ich bin 25 Jahre alt und ich bin Ugander. Ich bin im Jinja District – 80 Kilometer von der ugandischen Hauptstadt Kampala entfernt –  aufgewachsen und habe dort gelebt. Als Student der Makerere Universität in Uganda mache ich gerade meinen Bachelor in Development Studies. Wenn ich nicht in der Uni bin, arbeite ich freiwillig beim Roten Kreuz in Jinja.

Ich bin glücklich mit einer wunderschönen Frau zusammen, die Dänin ist. Ich habe sie im September 2013 beim Roten Kreuz Jinja getroffen, wo sie ein Forschungsprojekt für ihre Abschlussarbeit durchgeführt hat. Seitdem sind wir zusammen.

Wie auch immer, im Dezember 2013 musste sie zurück nach Dänemark, weil ihr Aufenthalt in Uganda beendet war. Als Paar hatten wir immer geplant uns wieder zu treffen. Bei ihrem zweiten Besuch bei mir in Uganda im Februar 2014 blieb sie für 4 Monate. Danach plante sie ihren dritten Besuch in Uganda, der im Oktober 2014 dann für 1,5 Monate war.

Nachdem sie mich Uganda dreimal besucht hatte, schlug sie mir vor, sie über die Weihnachtsfeiertage 2014 in Dänemark besuchen zu kommen. So könnte ich ihre Familie und ihre Freunde treffen.

Bevor ich nach Dänemark kam, musste ich erst einmal eine Einreisegenehmigung (Visum) beantragen. Der Visumsantrag an der Norwegischen Botschaft in Uganda stellte für eine Ausstellung des Dokuments die folgenden Anforderungen:

  • die Bezahlung der Visumsgebühr
  • meinen Reisepass
  • eine offizielle Einladung für den Visumsantrag von der Person, die mich in Dänemark beherbergen würde
  • Flugticket/ Flugreservierung
  • finanzielles Statement/ Status
  • Reiseversicherung
  • Empfehlungsschreiben meines Arbeitgebers, der darin meine Verantwortlichkeiten beschreibt
  • ein klares Foto in Passgröße auf einem weißen Hintergrund
  • Geburtsurkunde
  • und andere zusätzliche wichtige relevante Dokumente

Außerdem habe ich einige weitere Dokumente eingereicht, unter denen auch die folgenden waren:

  • eine Kopie vom Reisepass meiner Freundin
  • ihren dänischen Personalausweis
  • ihre vorherigen Visa für Uganda
  • ihre Gehaltsabrechnungen für die letzten 4 Monate und einen Regierungsunterstützungsbrief (von meiner Freundin)
  • Fotos von mir und ihr zusammen, um zu beweisen, dass wir uns vorher in Uganda schon physisch begegnet waren
  • eine Kopie meiner Universitätszulassung
  • ein internationales Zertifikat meiner Impfung gegen Geldfieber

BEACHTE: Auf der Botschaft musste ich in einer Befragung die von mir präsentierten Dokumente verteidigen.

 Überraschenderweise wurde mein Visum sofort bearbeitet und war in nur 2 Wochen fertig. Das war einfach ein toller Moment der Aufregung für mich. Es war unglaublich, zu sehen, dass es mir erlaubt war, in ein anderes Land einzureisen um meine Liebste zu besuchen.

ALLES SCHIEN GEKLÄRT, UM DÄNEMARK ZU BETRETEN. DOCH NUR EIN VISUM ZU HABEN, REICHTE NICHT, UM FREI PASSIEREN ZU KÖNNEN: ICH WURDE NOCH EINMAL IN EINE ERNSTHAFTE BEFRAGUNG VERWICKELT, UM MICH ZU BEWEISEN, BEVOR ICH WIRKLICH NACH DÄNEMARK EINREISEN KONNTE.

Ich landete am 21. Dezember 2014 am Kopenhagener Flughafen. Der Beamte, der an diesem Tag am Kopenhagener Flughafen Dienst hatte, verwickelte mich in eine ernsthafte Befragung, bevor er mich durchließ. Er wollte Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Woher kommen Sie?
  • Ihr Geburtstag?
  • Wohin reisen Sie?
  • Wo werden Sie wohnen?
  • Was ist Ihre finanzielle Situation?
  • Kann ich einen Beleg Ihrer finanziellen Situation sehen, dass sie während Ihres Aufenthaltes hier für sich sorgen können?
  • Wie lange werden Sie bleiben?
  • Haben Sie ein Rückflugticket?
  • Kann ich Ihr Flugticket sehen?
  • Wer wird sich um Ihren Aufenthalt kümmern?
  • Wen besuchen Sie?
  • Was ist Ihre Beziehung mit der Person, die Sie besuchen?
  • Wo wohnt sie?
  • Sind Sie sicher, dass sie auf Sie wartet, um Sie vom Flughafen abzuholen?
  • Kann ich mit ihr sprechen?

Letztendlich habe ich den Beamten darum gebeten, mit meiner Freundin unter ihrer Telefonnummer – die ich ihm hierfür gegeben hatte – Kontakt aufzunehmen. Sie haben eine Weile auf Dänisch gesprochen, bevor er sich mir zuwendete. Allerdings hat der Beamte dann noch einige Zeit gebraucht, um sich darauf zu konzentrieren, das Visum in meinem Pass zu entdecken. Schließlich gab er sein Einverständnis und gab mir einen Stempel, der mich befreite.

Es war das erste Mal, dass ich mich aus Uganda heraus bewegte. Meine Lektion habe ich aus dieser Situation aber gelernt: Ich habe beobachtet, dass manche Länder achtsam und sehr sensibel gegenüber Immigranten sind. Diese Länder sind ziemlich restriktiv, wenn man dabei ist, ihr Gebiet zu betreten.

++ English version ++

The time I visited my girlfriend in Denmark.

My name is Yonah, I am 25 years old and Ugandan by nationality. I was born and lived in Jinja district, 80 kilometres from Kampala, the capital city of Uganda. I am a student at Makerere University in Uganda doing a bachelor in development studies. During periods when I am out of school, I volunteer with Uganda Red Cross Society in Jinja.

I am happily engaged in a relationship with a beautiful girl who is Danish. I met her at Red Cross Jinja in September 2013 where she had come to carry out research on her thesis. Since then, we have been together. However, in December 2013, she had to go back to Denmark because her stay in Uganda had ended. But as a couple, we have always planned when to meet again.  Her second time to come to Uganda was when she visited me again in February 2014 and stayed for 4 months. Thereafter, she planned her third time to visit Uganda again and came back to visit me in October 2014 for 1 and a half months.

Having visited Uganda for three times, she proposed to visit her in Denmark during the Christmas season in December 2014 that I could meet her family and friends.

Before getting to Denmark, first of all, I was required to process for an entry permit (VISA) to Denmark. The VISA application at royal Norwegian embassy in Uganda asked me to meet the following requirements to get me the VISA:

  • Pay VISA application fee
  • My Pass port
  • Official invitation form for VISA application from the person hosting me in Denmark
  • Air ticket/ flight reservation
  • Financial statement/standing
  • Travel insurance
  • Recommendation letter from the employer indicating my responsibilities
  • A clear passport size photo on a white background
  • Birth certificate
  • And other additional important relevant documents

I also presented some additional documents that included the following:

  1. A copy of her (my girlfriend’s) passport
  2. Her Danish national ID
  3. Her former VISAs to Uganda.
  4. Her pay slips for the previous four months and a government support letter (from my girlfriend)
  5. Pictures of me and her together to prove that we had seen each other physically in Uganda before.
  6. A copy of my admission letter from school.
  7. Medical travel-international certificate of vaccination against yellow fever.

NOTE: At the embassy, I was engaged in an interview to defend my documents that I had presented.

Surprisingly, my VISA was worked on and it was ready in just two weeks. This was just a great moment of excitement for me because it was unbelievable to see that I was permitted to enter another country to visit my only dearest one.

AS IF, EVERYTHING WAS CLEARED TO SET ME FREE TO ENTER DENMARK. HOWEVER, ONLY HAVING A VISA COULD NOT JUST FREELY LET ME PASS: I WAS ENGAGED IN A SERIOUS INTERVIEW AGAIN TO PROVE MYSELF BEFORE STEPPING IN DENMARK.

I landed at Copenhagen airport on December 21st 2014. The officer on duty at Copenhagen airport that day engaged me in a very serious interview before I was cleared. He wanted answers to the following questions:

  1. Where are you coming from?
  2. Your date of birth?
  3. Where are you travelling to?
  4. Which address are you going to stay?
  5. Is that address in Sweden or where; or which country?
  6. How are you going to stay?
  7. How is your financial status?
  8. Can I see the financial status to support yourself while you are here?
  9. For how long are you going to stay?
  10. Do you have a return air ticket?
  11. Can I look at the air ticket?
  12. Who shall be taking care of your stay?
  13. Who are you visiting?
  14. What is your relationship with the person you are visiting?
  15. Where does she stay?
  16. Are you sure, she is waiting to pick you up at the airport?
  17. Can I talk to her?

At last, I asked the officer to contact my girlfriend on her phone number that I provided. They spoke in Danish for a while before he got back to me. However, the officer still had to take some more time to concentrate on detecting the VISA in my passport to be sure before he finally approved and gave me a stamp to set me free.

It was the very first time that I moved outside Uganda. However, that experience got me lessons to learn: I observed that some countries are mindful and very sensitive about immigrants. And such countries are somewhat restricted if you are to step on their territory.

Origin:
Uganda
Destination:
Denmark
Purpose:
visitingmygirlfriend
Name:
Yonah
Occupation:
student