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Unir nuestras voces para un solo grito/ Unsere Stimmen zu einem einzigen Schrei vereinen

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Hallo, ich bin Azucena Morales aus Ecuador, ich bin Mitglied der Partnerorganisation der Zugvögel, Aves de Paso Ecuador.

Am 18 Juni fand ein Ventao-Seminar (partner conference) in Frankfurt a. M. statt, zu dem ich eingeladen war. Als ich davon erfuhr, nahm ich den Kontakt zu der Person auf, die bei Ventao für die Logistik und Visaangelegenheiten zuständig war und fragte, ob es möglich sei, meinen Aufenthalt in Deutschland um eine Woche zu verlängern, um einige Freunde besuchen zu können. Mir wurde mitgeteilt, ich könne bis zum 29. Juni bleiben, insgesamt 13 Tage. Sowohl Ventao als auch die Zugvögel unterstützten mich mit einem Einladungsschreiben. Ich erfüllte alle Anforderungen für ein Visum. Da ich Studentin bin, fügte ich, als ich zur deutschen Botschaft ging, ein Zertifikat der Universität bei. Als ich die Dokumente einreichte wurden sie durchgeschaut und überprüft, ob alles komplett und genug Geld vorhanden war.

Nun wartete ich, dass man mich anrufen und mir das Visum aushändigen würde. Als sie mich anriefen, überprüften wir nochmals die Dokumente, ich hatte alles ausgefüllt, die Reservation des Fluges, die Reiseversicherung und außerdem eine Reservation für ein Hostel, da ich bereits am 16. Juni ankommen würde.

Die Frau in der Botschaft fragte mich, ob ich arbeiten würde und ich antwortete, dass ich im vergangenen Dezember zu arbeiten aufgehört hatte, um zu studieren. Deshalb habe ich keine fixen Einkünfte, allerdings arbeite Teilzeit, wofür ich in bar bezahlt werde. Ich erklärte sowohl mündlich als auch im Formular, dass ich Bargeld mit nach Deutschland nehmen würde, außer den Reisekosten wie Transport- und Übernachtungskosten, was auch im Einladungsschreiben niedergelegt war. In der Botschaft wurde ich nun gefragt, mit wem ich zusammen wohnen würde. Da ich mit meinen Schwestern zusammenlebe verlangte man von mir deren Arbeitsverträge, Bankunterlagen und Auskunft über ihr Vermögen. Als ich nach dem Grund hierfür fragte, wurde mir geantwortet, dies sei Voraussetzung für das Visum und als ich weiter nachfragte hieß es, wenn ich die Dokumente nicht einreichen würde, könne ich kein Visum bekommen. Dies ärgerte mich sehr und ich sagte nur, dass ich das Verlangte bringen würde. Am nächsten Tag brachte ich die gewünschten Dokumente zur Botschaft und zusätzlich die Kreditkarte meiner Schwester. Am Donnerstag, den 14. Juni ging ich um meinen Pass abzuholen. Zu meiner Überraschung wurde mir das Visum verweigert, da ich nicht genügend Geld haben sollte, um die Kosten in Deutschland zu decken. Ich fragte, wie das möglich sei, da ich mit der Frau, die mich für das Visum interviewte, alles abgeklärt hatte. Mir wurde erneut gesagt, dass ich das Visum nicht bekommen könnte und falls ich es nicht verstehen würde, könne ich es in dem Dokument nachlesen, dass ausführte, warum ich das Visum nicht erhalten hatte. Ich fühlte mich sehr schlecht, da ich nicht wusste, wie viel Geld zu haben von mir verlangt wurde.

Bis heute bin ich sehr traurig und wütend, da ich nichts machen kann. Das was passiert ist, ließ mich merken, dass sogar die Ungerechtigkeit ihre guten Seiten hat. Es fordert mich heraus, in einer ungerechten Welt so glücklich wie möglich zu sein.

Es gab viele Menschen, die mich moralisch unterstützt haben. Dadurch habe ich gemerkt, dass es nicht nur meine Angelegenheit, sondern die vieler Menschen war. Damit sich so etwas nicht wiederholt, muss etwas unternommen werden oder eine Lösung gefunden werden, um unsere Stimmen zu einem einzigen Schrei zu vereinen.

Beste Grüße, Azu


++ versión española ++

 

Hola, soy Azucena Morales de Ecuador, soy parte de  Aves de Paso Ecuador, es partner organization de Zugvögel.

El 18 de julio se realizó el seminario Ventao partner conference en Frankfurt, la cual me invitaron. Al saber eso  me puse  en contacto con la persona de Ventao quien estaba encargada de logística para los tramites de visa. Le pregunte si podía extender mi viaje una semana más para poder visitar algunos amigos. Entonces me dijo que si, le dije la fecha de regreso era el 29 de julio, total 13 días. Me ayudaron con la carta de invitación tanto como Ventao y Zugvögel. Los requisitos para la visa los tenia todos, tomando en cuenta que yo soy estudiante  adjunté un certificado de la universidad también. Cuando me presenté en la embajada antes de ingresar a entregar todos los documentos, nos revisan que tengamos todo completo y el dinero.

Una vez revisado esperé a que me llamaran para entregar lo solicitado. Cuando me llamaron empezamos a revisar nuevamente los documentos. Tenía los formularios llenos, la reserva del vuelo, el seguro de viaje y también la reserva de un hostal porque yo llegaba el 16 de julio.

La señorita me preguntó que si yo trabajaba, le dije que dejé de trabajar desde diciembre del año anterior porque entré a estudiar, por ese motivo yo no tenia un ingreso pero trabajo haciendo tareas dirigidas a medio tiempo la cual se me paga en efectivo. Pero yo le expliqué y en el formulario también especifiqué que iba a llevar dinero en efectivo, aparte que los gastos  como  pasaje y hospedaje ya estaban justificado y en la carta de invitación también lo explicaba. Cuando me preguntó con quien vivía le dije que con mis hermanas, entonces me solicitó certificado laboral, certificado bancarios y estados de cuentas de las dos. Le pregunté ¿Por qué? Me dijo que es un requisito y cuando le volví a preguntar me respondió: tiene que traermelos o si no, no hay visa. Me molesté mucho y lo único que le dije fue: bueno le traigo lo solicitado. Al día siguiente fui a dejar en la embajada lo que me me pidió, aumentando la tarjeta de crédito de mi hermana. El día jueves 14 de julio fui a retirar mi pasaporte con la sorpresa que me negaron la visa por no tener suficiente dinero para costear los gastos en Alemania. Le dije a la señorita que como es posible eso, si con la señorita que me entrevistó eso quedó claro. Nuevamente la chica me dijo: no sé, no le dieron la visa y punto y si no me entiende, tenga este documento donde le explica porque no le dieron la visa. Me sentí muy mal por que no sé cuanto dinero quería que tenga para poder viajar a su país.

Hasta ahora me da tristeza y rabia al no poder hacer nada, pero esto lo que me pasó me hizo tomar en cuenta que incluso la injusticia tiene su lado bueno. Me reta a que sea tan feliz como pueda en un mundo injusto.

Hubo muchas personas quien me apoyó moralmente y al saber eso me di cuenta que la lucha no es solo mía si no de varias personas. Para que esto no se vuelva a repetir se tiene que hacer algo o buscar una solución y unir nuestras voces para un solo grito.

Atentamente , Azu

Origin:
Ecuador
Destination:
Germany
Purpose:
partner conference
Name:
Azucena Morales
Occupation:
student

Cuando un grupo de jóvenes no puede viajar/ Wenn eine Jugendgruppe nicht reisen darf

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Anmerkung der Redaktion: Der Bericht basiert auf einem persönlichen Gruppengespräch, das am 15. April 2018 in Bonao, Dominikanische Republik geführt wurde.

Unsere katholische Jugendgruppe „Morada de Jesus“ pflegt schon seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit dem Freundeskreis einer Pfarrgemeinde in Bocholt. Gemeinsam konnten so nun schon seit 1997 mehrere Austauschreisen organisiert werden, bei denen uns eine Gruppe deutscher Jugendlicher hier in Bonao besuchte und im Gegenzug eine Gruppe von uns auch zu einem Gegenbesuch nach Deutschland reiste. Bisher gab es nie Probleme und es war für alle eine tolle Erfahrung und Möglichkeit, ein anderes Land für kurze Zeit, in der Regel ca. 2-3 Wochen, kennen zu lernen.

Der letzte Austausch von Jugendlichen aus Bonao nach Deutschland war nun schon 17 Jahre her, daher hatten wir für dieses Jahr wieder eine solche Reise geplant. Anlasspunkt war zudem der deutsche Katholikentag, der dieses Jahr nicht weit von Bocholt entfernt in Münster stattfindet und an dem wir gemeinsam mit der Partnergemeinde teilnehmen wollten. Die Reise war also für den 30. April – 18. Mai geplant und unsere Gruppe bestand aus 9 Jugendlichen und zwei Begleitpersonen. Leider liefen einige Dinge nicht wie erwartet.

Aus der Erfahrung der letzten Jahre kannten die Organisatoren der Reise schon den Visumsprozess und wussten welche Dokumente wir benötigen würden. So bekamen wir zum Beispiel ein offizielles Einladungsschreiben von den deutschen Partnern, in dem der Grund unserer Reise und Details wie die Unterbringung in Gastfamilien erläutert wurden. Da alle von uns noch studieren oder zur Schule gehen, klärten wir die Reise im Vorfeld auch dort ab und bekamen in einem Schreiben die offizielle Erlaubnis, in dieser Zeit während dem laufenden Schuljahr/Semester fehlen zu dürfen. Wir bekamen die Sondergenehmigung, zu verpassenden Prüfungen schon vor der Reise ablegen zu können.

Am 1. März hatten wir den Termin zur Vorsprache auf der Botschaft und reisten mit allen nötigen Dokumenten im Gepäck in die 1,5 h entfernte Hauptstadt Santo Domingo. Die Minderjährigen unter uns wurden dabei gemeinsam mit ihren Eltern interviewt, alle anderen wurden zu Einzelgesprächen aufgerufen. Wir wurden von verschiedenen Personen interviewt, einige Fragen wiederholten sich jedoch bei allen. Beispielsweise wurden wir alle gefragt, ob wir Familienangehörige in Europa hätten und ob es unsere Absicht wäre, diese innerhalb der Reise zu besuchen. Teilweise wurde dieselbe Frage in einem Gespräch auch mehrmals auf unterschiedliche Weise gestellt, etwa, wie die Reise im laufenden Schuljahr mit der Schule abgesprochen war. Innerhalb der Gruppe erlebten wir die Gespräche unterschiedlich. Einige empfanden die Situation nicht als unangenehm und die Fragen als normal und angemessen. Andere von uns empfanden den Gesprächston allerdings als unpassend aufdringlich und fühlten sich durch die Art und Weise, wie die Fragen gestellt wurden unter Druck gesetzt. Teilweise fühlten wir im Ton der befragenden Person Anschuldigungen mitschwingen. Bei einer von uns kam während dem Interview auch plötzlich eine dritte Person herein und stellte Fragen. Außerdem bekamen wir teilweise Kommentare wie „Sie wissen schon, dass das ganze sehr teuer ist?!“ Jede/r von uns musste 60 Euro Gebühr für das Visum bezahlen, zudem waren für alle schon die Flüge gebucht. Für einige von uns waren das in der Tat sehr hohe Kosten, die teilweise von der deutschen Partnergemeinde mitfinanziert wurden.

Nach den Interviews wurde uns gesagt, wir sollten am darauffolgenden Montag zwischen 8-10 Uhr wiederkommen, dann würde uns das Ergebnis mitgeteilt werden. Unsere Reisepässe wurden solange von der Botschaft einbehalten. An dem Montag waren wir pünktlich auf der Botschaft, wo man uns dann sagte, wir sollten doch um 11 Uhr noch einmal wiederkommen, das Ergebnis stünde noch nicht fest. Wir mussten also noch einige Stunden in Santo Domingo warten. Um 11 Uhr wurde dann zuerst eine unserer Begleitpersonen, ein katholischer Pfarrer aufgerufen. Ihm wurde das Visum erteilt. Danach wurde eine von uns Jugendlichen aufgerufen, ihr wurde das Visum nicht erteilt. Nach und nach sagte man uns, dass uns allen und auch unserer zweiten Begleitperson das Visum für die Reise nach Deutschland verweigert wurde. Die Begründung für uns alle lautete: Zu wenige Beweise für die Rückkehrbereitschaft. Unsere Begleitperson fragte die Mitarbeiter auf der Botschaft: „Warum verweigern Sie diesen Jugendlichen die Möglichkeit, Deutschland kennenzulernen?“ Als Antwort wurde uns gesagt, dass es sein könnte, dass wir illegal dort bleiben und, dass Worte keine ausreichenden Beweise wären. Außerdem sagte man uns, es würden generell keine Visa während des laufenden Schuljahres/Semesters ausgestellt werden. Besonders paradox dabei fanden wir, dass zwei von uns sogar ein Dauervisum für die USA hatte und auch für Familienbesuche schon dorthin und zurück gereist war. Trotzdem wurde auch ihnen unterstellt, sie könnten illegal in Europa bleiben, wo sie keine Familie haben und nur wenige Leute kennen.

Da wir und auch unsere deutsche Partnergemeinde diese Entscheidung nicht einfach so hinnehmen wollten, legten wir Remonstration ein. Unsere deutschen Partner schrieben dazu einen Brief an die Botschaft und sendeten noch weitere Dokumente, wie etwa eine Verlaufsgeschichte aller vergangenen Austauschreisen ein. Man sagte uns daraufhin, die Entscheidung würde geprüft werden und das Ergebnis werde den deutschen Partnern und nicht uns direkt mitgeteilt. Eigentlich hätte die endgültige Entscheidung bis gestern feststehen sollen, allerdings wissen wir immer noch nichts Neues und bis zum geplanten Abflugtermin sind es jetzt nur noch zwei Wochen. Wir müssen nun wissen, was Sache ist, da ja einige von uns eventuell noch Prüfungen vorher ablegen müssen. Auch für die unter uns, die einen Nebenjob haben ist das Ganze problematisch, da sich auch die Arbeitgeber darauf einstellen müssen. Und wenn sie sowieso wieder nein sagen, warum sagen sie es uns dann nicht gleich?

Nachtrag der Redaktion: Die Visumsanträge wurden auch nach dem Remonstrationsverfahren abgelehnt. Die Jugendlichen konnten ihre Reise nach Deutschland nicht antreten.

Raul Amadis, Organisator des Austauschs:

Wir pflegen sehr gute Freundschaften mit Deutschland und machen diese Reisen schon seit vielen Jahren. Nie gab es Probleme und immer ist die gesamte Gruppe zurückgekehrt. Niemand hat auch nur daran gedacht einfach so in Deutschland zu bleiben. Denn wozu? Wenn wir wissen, dass es nicht einfach ist dort zu arbeiten und wir nicht einmal die Sprache gut sprechen. Dieses Mal, als die Gruppe das Visum beantragte, war es eine sehr frustrierende Erfahrung. Die Personen, die bei den Interviews für uns zuständig waren verhielten sich sehr aggressiv. So wie die Situation im Moment ist, sehe ich den Visumsprozess hauptsächlich als ein wirtschaftliches Geschäft. Und es ist ungerecht, dass sie dir im Falle einer Nichterteilung des Visums nicht einmal einen Teil des Geldes zurückzahlen. Ein Visum für ein anderes Land beantragen zu müssen, vor allem für Europa und die USA, ist für mich das Erniedrigendste was einem Menschen passieren kann. Nicht nur, wenn sie dir das Visum verweigern, allein um es zu beantragen muss man sich vor der Botschaft mit all den vorzulegenden Dokumenten praktisch „nackt ausziehen“. Unser Land ist offen für Menschen aus aller Welt, und wenn wir selbst reisen wollen werden wir so schlecht behandelt. Das ist diskriminierend auf allen Ebenen. Nur weil wir ein weniger entwickeltes Land sind heißt das nicht, dass wir keine Würde haben.


++ versión española ++

 

Nota de la Redacción: El reporte está basado en una entrevista grupal que se realizó el 15 de abril 2018 en Bonao, República Dominicana.

Somos un grupo de jóvenes católicos llamado “Morada de Jesús” y desde hace muchos años tenemos una amistad con el círculo de amigos de una parroquia en Bocholt. Desde 1997 hemos organizado varios viajes de intercambio, en cuales un  grupo de jóvenes alemanes nos visita aquí en Bonao y en contrapartida, algunos de nosotros viajamos a Alemania. Hasta ahora, nunca tuvimos ningún problema, al contrario, estos viajes fueron una muy buena experiencia y oportunidad de conocer otro país durante 2- 3 semanas.

El último intercambio de jóvenes de Bonao para Alemania fue hace ya 17 años y por eso teníamos un viaje planificado para este año. Además, queríamos participar, juntos a nuestros compañeros alemanes, en el día alemán de los católicos, que este año se va dar en Münster, no muy lejos de Bocholt. El viaje se planificó del 30 de abril al 18 de mayo y nuestro grupo consistía en nueve jóvenes y dos acompañantes. Lamentablemente, las cosas no pasaron como esperábamos.

Por experiencia, los organizadores del intercambio ya conocían el proceso de visa y sabían qué documetos necesitamos. Nos mandaron una carta de invitación oficial desde Alemania, en cual explicaban la razón del viaje y otros detalles, como por ejemplo que íbamos a vivir en familias de hospedaje durante la estadía en Bocholt. Como todos nosotros todavía somos estudiantes, también informamos al colegio y a la universidad sobre el viaje, y nos dieron una carta de permiso oficial que nos permitiría estar ausentes en este tiempo. También, nos dieron un permiso especial para escribir algunos exámenes antes del viaje.

El primero de marzo teníamos entrevista en la embajada y viajamos con todos los documentos necesarios a la capital, Santo Domingo, que queda a más o menos una hora y media de Bonao. A los miembros del grupo todavía menores de edad los entrevistaron juntos a sus padres, mientras que los mayores tuvimos entrevistas individuales. Había preguntas comunes para todos a pesar de haber diferentes personas haciendo las entrevistas. Por ejemplo, nos peguntaron a todos si teníamos familiares en Europa y si teníamos la intención de visitarles durante el viaje. A veces, en una misma entrevista, repetían la misma pregunta varias veces usando diferentes palabras, por ejemplo cuando querian saber cómo iba a afectar el viaje a nuestros estudios. Entre el grupo tuvimos impresiones diferentes de las entrevistas. Algunos se sintieron cómodos  y consideraron las preguntas normales. Sin embargo, otros creyeron que el tono de la conversación fue impertinente y se sintieron presionados por la manera de preguntar las cosas. Algunos de nosotros nos sentimos acusados por la persona de la entrevista. Durante la entrevista de una de nosotros, de repente vino una tercera persona a la casilla y empezó a hacer preguntas también . Además, nos hicieron comentarios cómo “¡¿Usted sabe que todo eso es muy costoso?!” Todos teníamos que pagar 60 euros por la visa y los vuelos ya estaban comprados también. Era verdad que era muy caro para algunos de nosotros, y el grupo de Alemania cubrió una parte de esos gastos.

Después de las entrevistas nos dijeron, que debíamos volver el lunes siguiente  entre las 8.00 y 10.00, ahí nos iban a dar la respuesta. La embajada se quedó con los pasaportes durante esos días . El lunes llegamos temprano a la embajada, donde nos dijeron que deberíamos volver a las 11.00, que no se decidían todavía. Así que nos quedamos esperando algunas horas en Santo Domingo. A las 11.00, primero llamaron a uno de los acompañantes, un padre católico. A él le dieron la visa. Después llamaron a una joven de nosotros, a ella no la visaron. De uno en uno, nos fueron negando la visa a todos los jóvenes y a la segunda acompañante. Sus argumentos eran que no mostrabámos suficientes  motivos para volver a República Dominicana. La acompañante les preguntó a las personas de la embajada: „¿Por qué les niegan a estos jóvenes la oportunidad de conocer Alemania?” Nos respondieron que cabía la posibilidad de que nos fuéramos a quedar allí de forma ilegal y que las palabras no eran prueba suficiente. Además, nos dijeron que no daban visas durante el año escolar/universitario. Nos pareció muy raro porque a dos de nuestros compañeros  les habían aceptado la visa para Estados Unidos anteriormente, habían viajado allí para visitar a su familia y habían vuelto. Aún asi, les imputaron que pudiesen quedarse illegalmente en Europa, donde no tienen familia ni conocen a mucha gente.

Como nosotros y los companeros alemanes no queríamos aceptar esa decisión, formulamos una reconvención. Los alemanes escribieron una carta a la embajada y mandaron más documentos, como por ejemplo un historial de todos los viajes de intercambio pasados. En consecuencia nos dijeron que iban a revisar la decisión y que les comunicarían la respuesta final a los compañeros alemanes, no a nosotros directamente. Nos querían dar la respuesta hasta ayer, pero todavía no sabemos nada nuevo y solamente faltan dos semanas para el día de ida. Tenemos que saberlo ya, porque algunos de nosotros tal vez tienen que escribir exámenes antes del viaje. También es problemático para aquellos de nosotros que tienen un trabajo, porque también tienen que informar de si van a faltar o no. Y si como quiera nos van a decir que no otra vez, ¿por qué  no lo dicen ya?

Suplemento de la redacción: Aún después del proceso de remonstración negaron la visa del grupo. Los jóvenes no pudieron viajar a Alemania.

 

Raúl Amadis, organisador del intercambio:

Nosotros tenemos muy buenas amistades en Alemania, y muchos años haciendo estos viajes. Nunca habia problemas, y siempre el grupo entero ha vuelto.  Por la mente de nadie ha pasado quedarse en Alemania. ¿Porque a qué? Si sabemos que aya no es fácil trabajar y ni hablamos bien la idioma. Esta vez que el grupo fue a buscar la visa, fue una experiencia muy frustrante. Las personas que nos atendieron en la entrevista se manejaron muy agresivos. Cómo está la situacion ahora, veo ese proceso de la visa mayormente como un negocio. Y es injusto que no te devuelven ni una parte del dinero cuando te niegan la visa. El hecho de buscar visa para otro pais, sobre todo por Europa y Estados Unidos, para mi es lo mas humillante que pueda pasar a un ser humano. Y no sólo cuando te la niegan, tambien para solo pedirla tienes que “encuerarte” antes de la Embajada con todos los documentos que hay que llevar. Nuestro pais está abierto para todo el mundo, y cuando nosotros queremos viajar nos tratan de una manera tán mala. Eso es discriminatorio en todos niveles. El hecho de que somos un país menos desarollado, no significa que no tenemos dignidad.

 

 

 

 

 

Origin:
Dominican Republic
Destination:
Germany
Purpose:
youth exchange program
Name:
youth group "Morada de Jesús"
Occupation:
students
Origin:
Syria
Destination:
Germany
Name:
Assaf Alassaf
Occupation:
dentist, journalist

Politische Zensur: EU-Einreiseverbot für Künstlerinnen-Kollektiv Fasokele

Im Jahr 2009 wurden 10,7 Prozent aller weltweit bei deutschen Auslandsvertretungen gestellten Visa-Anträge zur Einreise in die Bundesrepublik Deutschland abgelehnt, wobei keinesfalls aus dem Blick geraten sollte, dass die regionalen Unterschiede beträchtlich sind: So wurden in Guinea 54 Prozent aller AntragstellerInnen zurückgewiesen, in der Demokratischen Republik Kongo 44 Prozent und im Senegal 41 Prozent. Grundsätzlich dürften diese Zahlen kaum überraschen. Denn Fakt ist, dass die mehr oder weniger restriktive Visapolitik lediglich das bürokratische Gegenstück zum knallharten und oftmals tödlichen Grenzregime an den Außengrenzen der EU darstellt – was wiederum der Grund dafür ist, weshalb mutmaßlich 99,9 Prozent aller potentiellen Visa-Anträge gar nicht erst gestellt werden.

Weniger bekannt ist jedoch, dass Visapolitik auch der politischen Zensur dient – nämlich immer dann, wenn es gilt, missliebige Stimmen mundtot zu machen. Beispielsweise wurde im April 2013 auf Betreiben Frankreichs Oumar Mariko aus Mali, Generalsekretär der Partei SADI („Afrikanische Solidarität für Demokratie und Unabhängigkeit“) die Einreise in die EU komplett verweigert, während Aminata Traoré – Ex-Kulturministerin Malis und eine der bekanntesten GlobalisierungskritikerInnen Westafrikas – lediglich ein auf Deutschland beschränktes Visum erhalten hat. Beide waren von der Rosa-Luxemburg-Stiftung eingeladen worden, um in Deutschland und Frankreich auf mehreren Veranstaltungen die Militärintervention Frankreichs bzw. die damit verknüpften Zielsetzungen einer kritischen Analyse zu unterziehen.

Doch auch weniger Prominente sind betroffen, etwa das panafrikanische KünstlerInnenkollektiv Fasokele, das auf Einladung von Afrique-Europe-Interact im Mai nach Deutschland hätte kommen sollen. Fasokele ist im Zuge der Bamako-Dakar-Karawane Anfang 2011 zu unserem Netzwerk dazugestoßen, seitdem haben sie in ihr meist auf öffentlichen Plätzen aufgeführtes Musik- und Theaterprogramm auch ein Stück über die Lebensgeschichte des in einer Dessauer Polizeizelle verbrannten Asylsuchenden Oury Jalloh integriert. Konkret war geplant, zusammen mit einer ebenfalls bei Afrique-Europe-Interact aktiven Performance-Künstlerin ein Theaterstück zum aktuellen Stand der afrikanisch-europäischen Beziehungen einzustudieren. Uraufführung hätte am 27. Juni im renommierten Kampnagel-Theater in Hamburg sein sollen, danach war eine Veranstaltungstournee durch Deutschland und Österreich vorgesehen.

Einziger Haken: Die deutsche Botschaft in Burkina Faso zweifelte die „Rückkehrbereitschaft“ der 4 eingeladenen Künstler an. Einerseits, weil sie aus unterschiedlichen afrikanischen Ländern stammten und daher nicht in Burkina Faso verwurzelt seien, andererseits, weil sie über kein formelles Erwerbseinkommen verfügen würden, wie im Übrigen rund 80 bis 90 Prozent aller Menschen in Burkina Faso. Letzteres war allein deshalb absurd, weil es für den Fall fehlender „wirtschaftlicher Verwurzelung“ ein eigenständiges Antragsverfahren gibt, welches Afrique-Europe-Interact auch gewählt hatte. Danach darf die Einladung ausschließlich von Privatpersonen ausgesprochen werden, die eigens eine so genannte „Verpflichtungserklärung“ für den Fall unvorhergesehener Kosten bei der Ausländerbehörde unterschreiben müssen. Aber auch der Verweis auf die mangelnde Verwurzelung in Burkina Faso kommt einer eurozentristischen Projektion gleich, haben doch innerhalb Westafrikas die von europäischen Kolonialisten gezogenen Grenzen bis heute eine völlig andere Bedeutung als hierzulande. Es schien insofern auch folgerichtig, dass die mehrfach erläuterte panafrikanische Haltung von Fasokele keinen Eindruck hinterlassen konnte, also der Umstand, dass die Gruppe ihren Wirkungskreis primär in Afrika sehen würde. Denn Panafrikanismus und somit eine der wirkmächtigsten Ideen in der jüngeren afrikanischen Geschichte, sei nichts als „Esoterik“, wusste der deutsche Beamte in Ouagadougou zu berichten. Schließlich wurde in dem Ablehnungsschreiben der Botschaft noch nicht einmal ein öffentliches Interesse an dem Theaterstück zugestanden, so dass selbst eine Vielzahl ehrwürdiger Empfehlungsschreiben buchstäblich ins Leere laufen musste – unter anderem vom Goethe-Institut in Burkina Faso.

Es bleibt die keineswegs neue und dennoch skandalös anmutende Erkenntnis, dass Demokratie in Europa nicht selten dort aufhört, wo in aufklärerischer Absicht der „gefährliche Schleier des wirtschaftlichen Analphabetismus“ (Aminata Traoré) zerissen werden soll.

Dieser Artikel ist in der taz-Beilage von Afrique-Europe-Interact im Juni 2013 erschienen und auch hier zu finden.

Origin:
Burkina Faso
Destination:
Germany
Purpose:
theater project about African-European relations
Name:
Fasokele
Occupation:
artists-collective

Grundgesetz: “Die Ehe muss geschützt werden”. Wieso werden wir dann getrennt?

Anmerkung der Redaktion: Im Falle von Ehegattennachzug veröffentlichen wir auch Erfahrungsgeschichten aus Sicht des/der deutschen Ehepartners/Ehepartnerin, da in diesem Falle beide Partien Opfer von Diskriminierung sind.

Anfang Dezember 2015 hat mein Mann nun endlich das Visa bekommen. Ich konnte es erst gar nicht glauben und habe den ganzen vormittag geweint. Wieso????

Ich kenne meinen Mann seit 2009. Wir haben uns im Internet kennengelernt und uns ineinander verliebt. Nach unzähligen Besuchen hat mein Mann mir dann einen Heiratsantrag gemacht. Da mein Mann ohne Deutschkurs nicht einreisen durfte, mussten wir in Tunesien 2011 heiraten. Meine Eltern konnten nicht dabei sein , da sie krank waren und ich meine Mutter pflegte. Ich bekam Harz weil ich meine Mutter pflegte und krank war.
Es war eine wunderschöne Hochzeit und mein Mann reichte mir das Telefon damit ich zuhause anrufen konnte.

Damit begann unsere Leidensgeschichte. Mein Vater erkrankte 2011 an Bauchspeicheldrüsenkrebs mir weniger als 6 Monaten zu leben. Er lieh mir 2000 Euro damit mein Mann die Schule und den Test machen konnte … er wollte meinen Mann so sehr kennenlernen. Meinem Mann wurde das Visa verweigert auf Grund “Rückkehr nicht gewährleistet!”. Mein Vater verstarb am 3.10.2011
Ich war in tiefster Trauer und meine Mutter wurde auch immer kränker. Ich pflegte meinen Mutter bis zum Schluss. Meine Mutter verstarb ohne je meinen Mann zu sehen am 3.10.2012.

Nach dem Tod meiner Eltern gab es Schwierigkeiten mit der Auszahlung des Erbes … und als ich das Erbe dann erhielt musste ich alles selber zahlen. Krankenversicherung und Miete und Schulden. Mit dem Rest unterhalte ich meinen Haushalt und die Familie in Tunesien.

Ich verfiel in tiefe Depression. Ich hatte nebenbei Briefe an alle Politiker, die es giebt, angeschrieben aber meist kam keine Antwort oder man sagte, es sei nicht wichtig genug. ISIS und DAESH fielen in Tunesien ein. Jeden Tag Überfalle, Schiessereien und Morde. Attentate jede Woche. Ich rief die Richter an … schrieb an meinen Anwalt, der mir sehr half und dem ich sehr dankbar war. Doch die Gerichte mahlen langsam … mein Mann erkrankte an Schuppenflechte , Depressionen und verlor drastisch an Gewicht. Bei 1,85m wiegt er nur knapp 50kg.

Ich leide seit Jahren mit Diabetes und schwerster Migräne ( 2x wöchentl. ), dazu kamen Depressionen, Schuppenflechte Bandscheibenop. Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich und konnte zeitweise gar nicht gehen, danach nur schleppened weshalb ich einen Rollator bekam. Wegen meiner Halswirbelop, kann ich links keinen Topf mehr halten und ich bekomme Schwindelanfälle. Ich kann den Haushalt nicht alleine bewältigen und brauche eine Haushaltshilfe und Pflegeperson die mir hilft. Selbst die wiederholte Aussage : “Mein Mann ist Halbanalphabet und kann nicht richtig lesen oder schreiben. ” All das juckte niemanden. Ich schrieb dann an Herrn Dr. Hohlstein, der mit meinem Anwalt zusammen alle Informationen an Frau Dagdelen, die wiederum einen Brief an Herrn Steinmeier schrieb, wobei ich bis heute nichts von Herrn Steinmeier gehört habe.

Die erste Instanz hatte ich gewonnen doch das Auswärtige Amt legte Berufung ein, jedoch nicht zeitgerecht. Nach ewiger Zeit gings an die zweite Instanz. Es dauerte wieder ewig.
Mein Mann wollte mit dem nächsten Boot nach Italien. Ich konnte es ihm jedesmal ausreden doch diesmal bleib er stur. Er sagte, dass ich Hilfe brauche und er darf nicht helfen. Er verzweifelte daran.
Dann stand es kurz vor der Trennung. Wiederum habe ich alles versucht und wir haben uns wieder zusammengerauft.

Ich habe einige Monate dort gelebt. Die Menschen dort sind so arm und doch geben sie ihr Letztes. Ich wurde aufgenommen von der Familie mit großem Herzen und auch von den Menschen in seiner Stadt. Ich habe arabisch gelernt zwar nicht ganz korrekt aber immerhin versteh ich meine Familie dort und sie mich.

4.5 Jahre wurden von uns gestohlen. 4,5 Jahre in denen so viel passiert ist und in denen ich meinen Mann an meiner Seite gebraucht hätte. Jahre voller Leid und Qual. Es war nervenreibend….Menschenunwürdig.

Mehr als 12 000 Paare ergeht es wie uns. Sie haben entweder nicht das Geld für die Schule oder es ist zu weit weg. Ehen die scheitern bevor sie begannen.

Unser Menschenrecht besagt: “Kein Mensch darf wegen seiner Behinderung, Sprache, Religion oder Herkunft benachteiligt werden”.

Doch wieso müssen so viele warten weil die Menschenrechte versagt wurden.

Das Grundgesetz besagt: “Die Ehe muss geschützt werden”.
Wieso werden wir dann getrennt?????

Wieso brauchen Länder wie Israel, den USA, Südkorea usw keinen Sprachtest? Ich denke man versucht bewusst unsere Ehen zu sabotieren und es ist UNRECHT es ist MENSCHENVERACHTEND
Es muss was unternommen werden, damit es endlich ein Ende hat.

Ich freue mich endlich meinen Mann und meine Familie zusammen zu sehen. Meine Enkelkinder die seit Jahren nach ihrem OPA ZOUZOU fragten. Endlich ein NEUJAHR zusammen mit meinem Mann . Abends zu kuscheln und zu reden und lachen.

Bitte es gibt viele da draussen denen es so geht. Meine Freundin Juana M. hat in allen Instanzen gerichtlich verloren- nun bleibt ihr nur noch den EUGH. Oder sie muss Deutschland verlassen um bei ihrem Mann zu leben. (Anmerkung der Redaktion: Auch Juanas Bericht wurde auf unserer Seite veröffentlicht: https://visaexperiences.org/ich-war-der-meinung-dass-es-einfach-sein-wird-meinen-ehemann-nach-deutschland-zu-holen-doch-leider-wurde-ich-eines-besseren-belehrt/)

Der Sprachtest ist zwar ok aber den kann man hier besser machen da man die Sprache hört und auch reden muss. Es darf kein Grund sein Ehen zu trennen.

Integration ist wichtig und die kann er nur lernen wenn er sie lebt.

Liebe Grüße Sonja “sara”.

Origin:
Tunesien
Destination:
Deutschland
Purpose:
Ehegattennachzug
Name:
Ehemann: Zouzou, Ehefrau: Sara Hasseni

L’homme en tant qu’homme n’est pas du tout respecté. / Der Mensch wird als Mensch überhaupt nicht geachtet.

++ version francaise ci-après ++

Ich bin Beniner, wohne in Cotonou, studiere Projektanalyse an der Universität Abomey Calavi und bin an dieser Visakampagne interessiert. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir mehrmals ein nationales deutsches Visum verweigert worden ist und würde diese gerne mit euch teilen.

Das erste Mal war im Juli 2014. Ich hatte etwa zwei Jahre zuvor an der Deutschen Botschaft einen Antrag für ein nationales Visum gestellt, nachdem ich einen Praktikumsplatz in einer internationalen Organisation, die eine deutsch-französische Vorschule leitet, bekommen hatte. Ziel dieses Praktikums, und somit auch dieses Visum-Antrages, sollte es sein, in dieser Struktur dem Personal vor Ort bei täglichen Angeboten (z.B. kulturelle Veranstaltungen) und der Betreuung von Kindergruppen beiseite zu stehen.  Dadurch sollten sich meine Deutschkenntnisse verbessern und gleichzeitig wollte ich die Kultur des Landes kennen lernen. Bevor ich den Visumsantrag gestellt habe, war ich mehrmals bei der Deutschen Botschaft, um mich darüber zu informieren welche Unterlagen ich einreichen sollte. Sie haben mir immer versichert, dass ich das Visum bekommen würde wenn ich alle nötigen Unterlagen einreiche. Die europäischen Praktikanten, die sich normalerweise bei dieser Organisation bewerben sind Studenten, die im Laufe ihres Studiums eine Pause einlegen möchte ohne zwingend über einen Abschluss zu verfügen. Ich hatte mir sehr viel Mühe gegeben und alle Voraussetzungen erfüllt. Neben den geforderten Unterlagen, hatte ich freiwillig dem Antrag meine Bescheinigung über eine Künstlerschulung als kultureller Betreuer, eine Bestätigung darüber, dass ich bereits Kindergruppen betreut hatte und noch andere Unterlagen zugefügt. Eine Woche nachdem ich den Antrag gestellt hatte, habe ich wie abgemacht bei der Botschaft angerufen und sie haben mir gesagt, dass mir noch die Arbeitserlaubnis durch die deutsche Bundesagentur für Arbeit genehmigt werden muss, dass die Bearbeitung meines Antrages aber erfolgversprechend verlaufe. Trotzdem war alles umsonst.

Mein Antrag wurde aus zwei unerwarteten Gründen abgelehnt.

Der erste Grund betrifft den Artikel 17 des Aufenthaltsgesetzes, der besagt, dass ich über ein professionelles Niveau im Unterrichten verfügen sollte. Der zweite betrifft meine Entlohnung, die ihrer Meinung nach mindestens das Grundeinkommen eines Lehrers betragen sollte.Ich habe also bei der Botschaft Einspruch erhoben und nochmals erklärt, dass das Ziel des Praktikums nicht im Unterrichten sondern in der Betreuung der Kinder durch ein Angebot an kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen liegen sollte. Was die Entlohnung betraf habe ich hinzugefügt, dass diese vollkommen ausreichend sei, da ich Verpflegung und Unterkunft von meiner Gastfamilie bekommen würde, was diese auch ausdrücklich bestätigt hatte. Ich hatte aber den Eindruck, dass die Botschaft nicht fair vorging. Und so wurde mein Einspruch ebenfalls abgelehnt mit der Begründung, dass ich über eine mindestens dreijährige, abgeschlossene Ausbildung als Erzieher verfügen sollte. Ich wollte aber doch als kultureller Akteur und nicht als Lehrer tätig werden! Ich habe mich gefragt warum ich vorher immer darüber versichert worden war, dass ich das Visum bekommen würde.

Dass mir das Visum für ein Freiwilligendienst verweigert worden ist, war eine sehr frustrierende Erfahrung.

Nachdem mir das Visum für mein Praktikum verweigert worden war, hatte ich aber immer noch den Willen mit einer internationalen Organisation zusammenzuarbeiten. Mir wurde von einer internationalen Organisation für Freiwilligendienste (Internationaler Bund – Incoming) ein Praktikumsplatz erteilt, nachdem diese meine Bewerbungsunterlagen erhalten hatte und ich zu einem Auswahlgespräch eingeladen worden war. In diesem Gespräch wurde mir alles, was ich nicht verstand von meinem deutschen Gesprächspartner übersetzt, der die Erlaubnis dazu von einem Vorgesetzten erhalten hatte und alles verlief sehr gut. Nach einer kurzen Zeit erhielt ich alle durch das zuständige Amt für auswärtige Angelegenheiten in Köln geprüften und legalisierten Unterlagen. Acht Wochen vor dem geplanten Abreisetag bin ich zur Botschaft gegangen, um ein Visum für den Freiwilligendienst in Deutschland (nationales Visum D) zu beantragen. Mir wurde das Visum ein erstes Mal verweigert, da man neuerdings ein Termin im Internet ausmachen musste um seine Unterlagen in der Botschaft abgeben zu können. Das online Programm war nicht einfach gestaltet und man hat sich gefragt, ob dies nicht dazu gedacht war, die Leute davon abzuhalten überhaupt ein Visum zu beantragen. Dank des Eingreifens meiner deutschen Gastfamilie habe ich aber relativ bald einen Termin bekommen.

Am Tag meines Termins, als erster drankommend, haben sie mir auf der Botschaft versichert, dass, wenn die Organisation mich trotz fehlender Deutschkenntnisse ausgewählt hat, es wohl für das Visum auch kein Problem sein würde. Allein die Organisation müsse darüber entscheiden ob meine Deutschkenntnisse für die Stelle ausreichend seien oder nicht. Die Tage vergingen, aber ich bekam trotz dieser Gewissheiten keine Rückmeldung. Deshalb setzte sich dann die in Deutschland für mich zuständige Person per Mail direkt mit dem Botschafter in Verbindung, um zu fragen, ob sie ihm bestätigen sollte, dass ich für das Praktikum nicht zwingend über Deutschkenntnisse verfügen müsse. Er bedankte sich für ihre Unterstützung und sagte ihr, dass er mir das Visum bereits erteilt habe. Was den Flug anbelangt, versicherte uns der Botschafter, dass die Buchung des Hinflugs ausreichend sei. Das habe ich dann auch sofort gemacht und durch die Reservierung des Hin- und Rückfluges ersetzt. Zu diesem Zeitpunkt (23 Tage vor dem Abreisetermin) hatte mir der Botschafter von Angesicht zu Angesicht, Mund-zu-Mund den Inhalt des Mailaustausches bestätigt und mir gesagt, ich solle mein Visum eine Woche vor der Abreise abholen.

Ihr seid gewiss mit mir einverstanden, dass die Botschaft eine diplomatische Vertretung darstellt, in der jede Entscheidung das Ergebnis einer begründeten und geschickten Untersuchung ist, und so nicht das Ergebnis der Qual der Wahl sein kann. Aber in meinem Fall war es so. Ich sollte mein Visum 8 Tage vor Abreise abholen, zu meiner Überraschung aber rief mich der Botschafter 10 Tage davor an und fragte mich, ob ich am nächsten Tag bei der Botschaft vorbei kommen könnte. Alles ließ mich im Glauben, dass dies der normale Ablauf zur Erteilung meines Visums sei.

Um etwa 8:30 Uhr ließ man mich rein und sagte den anderen sie sollen noch draußen warten, da die Botschaft erst um 9 Uhr aufmacht. Tausend Fragen gingen mir in diesem Moment durch den Kopf, ob denn alles in Ordnung sei. Am Schalter der Botschaft angekommen, sah ich sofort den Generalsekretär der Botschaft, den Botschafter, eine Frau, die in der Botschaft arbeitet, zwei Personen, die normalerweise am Schalter arbeiten und noch viele mehr. Niemals zuvor bin ich in einer ausländischen oder inländischen Institution von so vielen Leuten empfangen worden. Es war wirklich seltsam. Alle standen sie mir entgegen und der Generalsekretär stellte mir Fragen und fing an ein unerwartetes Gespräch mit mir zu führen. Alles änderte sich nun 9 Tage vor dem geplanten Abreisetermin. Ich war wohl auf die falsche, viel zu aggressive Person gestoßen. Kalter Schweiß lief mir den Rücken herunter. Noch kurz vor diesem Gespräch sah ich mich schon in Deutschland bei meiner Gastfamilie und mit der internationalen Organisation zusammenarbeiten. Ich konnte mich auf deutsch vorstellen und auch noch auf das, was ich von den nächsten zwei Fragen verstanden hatte, eine Antwort geben. Den Rest habe ich nicht verstanden, vor allem als er anfing schreiend an seinen Fingern abzuzählen, dass ich kein Deutsch spreche, und dass es deshalb auch kein Visum für mich geben wird. Ohne Beweis deutet er an, dass jemand anderes das Gespräch mit der Organisation geführt haben soll. Ich habe mich dagegen gewehrt und habe gesagt, dass ich es war, und dass ich, was das Thema betrifft, auch bereit für ein Untersuchungsverfahren sei. Ich erklärte, dass eine Person, die dazu die Erlaubnis eines Vorgesetzten erhalten hatte, mir während des Auswahlgespräches geholfen hatte, die Fragen auf Französisch zu übersetzten, und dass ich womöglich deshalb ausgewählt worden war, weil ich genau das richtige Profil für diesen Freiwilligendienst hatte. Er begann sofort alles aufzuschreiben, was ich sagte und die Leute, die mir gegenüber standen als Zeuge zu benennen. Ich habe ihn gefragt, ob ich die Organisation über den Vorfall informieren könnte und am nächsten Tag wiederkommen könne, um all das, was ich gesagt hatte zu beweisen. Die Schwarzen, die in der Botschaft arbeiten sind zu mir gekommen und haben mir gesagt, dass ich auch noch eine Rückkehrbereitschaftserklärung mitbringen sollte. Ich konnte nicht fassen, was geschah.

Die Organisation war sehr verwundert über die Situation und versprach mir ihre Unterstützung. Am nächsten Tag kam ich mit der Anschrift der Person, die mir, nach Erlaubnis, geholfen hatte die Fragen des Auswahlgespräches zu übersetzten, mit einer Rückkehrbereitschaftserklärung, mit einer Arbeitsbescheinigung und mit einem Empfehlungs- und Verpflichtungsschreiben des Präsidenten der Abteilung Afrika der internationalen Organisation, in dem er sich dazu verpflichtete, mich nach meiner Rückkehr einzustellen, zurück.

All das habe ich bei der Botschaft eingereicht. Das weitere Geschehen war mir bis zwei Tage vor meiner Abreise, der Zeitpunkt zu dem ich in der Botscaft von der Ablehnung meines Visums erfahren habe, unbekannt. Sie haben sich mit meinem deutschen Gesprächspartner in Verbindung gesetzt und haben die Richtigkeit der Anschrift festgestellt und sind von der Wahrhaftigkeit meiner Beweise überzeugt. In ihrer Ablehnungserklärung vermuteten sie trotzdem, dass die Organisation vielleicht nicht davon wusste, dass mir jemand geholfen hatte die Fragen zu übersetzten. Außerdem schreibt man mir, dass ich innerhalb eines Monats Einspruch beim Verwaltungsgericht in Berlin einlegen kann.

Wie kann eine diplomatische Vertretung ein Visum, das sie zuvor schon erteilt hat, durch eine VERMUTUNG ablehnen??

Unglaublich und diese Europäer geben zweifellos einen schlechten Eindruck ihrer Fähigkeiten. Ich war bereit beim Konsulat Einspruch zu erheben, aber es war mir klar, dass die Einsprüche oft zu keinem besseren Ergebnis führen. Außerdem war es schon zu spät dafür, und die Organisation sah sich gezwungen jemand anderes einzustellen, um meine Aufgaben zu übernehmen. Es verlief alles genauso wie beim ersten Mal und ich habe nie diese Art, die Menschenrechte mit den Füßen zu treten, verstanden. Es war als ob sie den Befehl erhalten hatten „alle Grenzen zu schließen“. Dies sollte aber doch auf Gesetzen beruhen. Es ist schade und traurig, dass kein Gesetz beachtet wird und dass der europäische Kontinent für die Mehrzahl der Personen, die es verdient hätten, unerreichbar bleibt. Im Jahr bekommen knapp ein Zehntel der Personen, die einen Antrag für die EU stellen, ein Visum und unter ihnen sogar die, die es nicht verdient hätten.

Alles in allem, ist die Visapolitik auf der ebene der Botschaften der EU völliger Unsinn. Der Mensch wird als Mensch überhaupt nicht geachtet. Eine Botschaft ist schlechthin die diplomatische Vertretung im Ausland, in der es dringend notwendig ist, nach strengen Testverfahren vorzugehen und denen, die es verdienen, ein Visum zu erteilen : das ist aber nicht der Fall. Dies zeugt nur von Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Kein Gesetz ist richtig und es ist dringendst notwendig klare Lösungen zu finden, um dies zu verbessern.

 

++ version francaise ++

Je suis béninois résidant à Cotonou, étudiant en Analyse des Projets à l’université d’Abomey Calavi et intéressé par ce campagne visa. Je voudrais vous faire un retour d’expérience de mes mésaventures du refus d’obtention de visa national répété pour l’Allemagne.

La première fois était en Juillet 2014, il y avait deux ans environ, que j’ai soumis une demande de visa national au consulat de l’ambassade de l’Allemagne, après avoir conclu un stage avec une organisation internationale, gestionnaire d’une école maternelle franco-allemande. L’objet de ce stage, donc de cette demande de visa était d’aller dans cet organisme pour encadrer des groupes d’enfants en animation culturelle au quotidien, d’ainsi pouvoir assister leur personnel sur place, et de perfectionner ma maitrise en allemand, tout en faisant connaissance avec la culture du pays. Avant de soumettre cette demande, j’étais à maintes reprises au consulat de l’Allemagne pour demander les documents exacts à founir. Ils m’avaient toujours rassuré de l’obtention de ce visa à travers les documents présentés. Les stagiaires européens qui postulent d’habitude dans cet organisme sont des étudiants qui ont envie de prendre une pose de leur cursus estudiantin, sans forcément avoir la maitrise d’animation. De mon côté, j’ai fait énormement beaucoup d’efforts et toutes les conditions étaient bien réunies. En dehors des pièces ordinaires, j’avais ajouté mon attestation d’artiste en qualité d’animateur culturel, un certificat de travail avec les enfants, et bien d’autres… Une semaine après le dépôt de ma demande, j’avais téléphoné le consulat comme prévu, et ils m’ont répondu que je dois obtenir l’autorisation de travail par l’office de travail en Allemagne et que le traitement est sur bon chemin. Malgré tout cela, c’était hélas.

Ma demande a été rejetée pour deux motifs inattendus.

Le premier motif concerne l’Art.17 du code de séjour qui stipule que je devrais avoir un niveau professionnel dans l’enseignement de base. Le second touche ma rémunération, qui doit être selon eux, au moins à la hauteur du salaire de base du secteur enseignant. De là j’avais introduit un recours gracieux au consul contre ce refus pour expliquer encore une fois l’objet de ce stage qui n’était pas d’aller enseigner aux enfants de la maternelle mais de mener des activités culturelles et artistiques avec eux. J’avais ajouté que par rapport à ma rémunération, c’était largement suffisant d’autant plus que je serais logé et nourri par ma famille d’accueil qui l’avait bien certifié. Mais on avait fini à comprendre que l’objectif de l’ambassade vise à toujours opposer quelque soit la justesse des dossiers. C’était comme ca que mon recours a été encore rejeté, pour cause que je dois présenter une qualification en tant qu’éducateur d’une durée de formation d’au moins trois ans. Je me présentais quand même pour un acteur culturel et non un enseignant de base! Je ne comprenais plus pourquoi j’étais rassuré plusieurs fois de l’obtention de ce visa.

Le cas qui a été très navrant était celui d’un service de volontariat dont ma demande de visa était restée incroyablement dans une suite négative.

Après le rejet de mon visa pour le stage, et toujours ambitieux de collaborer avec un organisme international, j’ai été retenu par une organisation internationale du programme de volontariat (Internationaler Bund – Incoming), après l’analyse de ma candidature suivi d’un entretien approfondi. Lors de cet entretien, tout ce que je ne comprenais pas m’était traduit par mon interlocuteur allemande qui avait recu l’accord de mon responsable d’organisation et c’était très bien passé. Dans un bref délai, j’avais obtenu tous les documents vérifiés et légalisés par l’office compétent des affaires étrangères à Kôln. J’étais ensuite allé au consulat huit semaines avant le jour prévu pour mon départ pour soumettre la demande de visa (visa national D) du service de volontariat en Allemagne. J’ai d’abord été rejeté pour la première fois parcequ’avec la nouvelle mode, il faudrait prendre un rendez-vous en ligne afin d’avoir accès au dépôt des documents à l’ambassade. C’était pas aisé avec ces différentes étapes à l’internet et tout le monde comprenais qu’ils veulent juste décourager les demandeurs de visa, ce pourquoi tous ces processus étaient établis. Heureusement par l’intervention de ma famille d’accueil en Allemagne, le rendez-vous a été fixé avec le consulat dans un temps convenable.

Ainsi, premier recu le jour de mon rendez-vous au consulat pour le dépôt, ils m’ont rassuré au cours de notre échange que si l’organisation m’accepte sans la maitrise de l’allemand, c’est aussi sans doute pour eux. C’est l’affaire de l’organisation d’accueil si je m’exprime bien l’allemand ou pas. Les jours passaient mais je n’avais aucune suite malgré toutes les certitudes. Pour cela ma responsable d’accueil contactait directement le consul par mail et demandait si elle allait certifier que je n’ai pas besoin forcément de la connaissance de l’allemand. Il leur répondait merci pour son soutien, qu’il m’avait déjà accordé le visa. Pour le paiement de mon billet de vol, le consul nous consignait que l’aller seul suiffit. Ce qui a été fait aussitôt et remplacé par la réservation d’aller-retour. Lors de cette opération (23 jours avant le jour de départ), le consulat m’avait reconfirmé face à face, de bouche à l’oreil tous les mails d’échange et de revenir chercher mon visa une semaine avant le départ.

Vous convenez avec moi que l’ambassade est une représentation diplomatique ou toute décision provient d’une conduite ou analyse avisée et habile, et donc une décision ne peut pas être dans l’embarras de choix. Mais c’était mon cas. Je devrais prendre mon visa 8 jours avant le départ mais le consul m’avait appelé à ma surprise 10 jours avant et me demandait de passer au consulat le lendemain. Tout ceci se passait pour moi dans un sens normal d’obtention de mon visa.

A 8h30′ environ le maton de l’ambassade sortait et me demandait d’entrer et que les autres restent encore à la porte étant qu’il ouvre à 9h. Je me posais en ce moment mille et une questions si tout allait bien. Arrivée au guichet dans l’office du consulat, je voyais aussitôt le chancelier représentant le premier secrétaire de l’ambassade, le consul, une dame de l’ambassade, les deux qui restent habituellement à l’accueil pour servir, et bien d’autres… De jamais vu dans un office que cela soit étranger ou pas, un tel monde pour servir. C’était vraiment étrange. Tous face à moi, principalement le chancelier qui me questionne et commence avec moi un entretien imprévu en allemand. Tout commence à changer 9 jours avant mon départ prévu. Il faut croire que j’étais tombé sur la mauvaise personne qui était trop agressive. Je ne vous raconte pas les sueurs froides. Je me voyais quelques instants avant cet entretien déjà en Allemagne dans ma famille d’accueil et collaborer avec cette organisation internationale. D’après ces questions, je me suis bien présenté en Allemand et aux deux questions suivantes selon mes compréhensions. Je ne comprenais pas la suite quand il commencait à compter les doigts en criant qu’il va conclure que je ne connais pas l’allemand et donc pas de visa pour moi. Il suggère sans preuve que quelqu’un a tenu l’entretien à ma place avec l’organisation. De là, j’ai tonné que c’était moi même et que je suis prêt pour toute procédure d’investigation sur le sujet. J’avais expliqué qu’une personne, autorisée par mon responsable d’accueil, m’avait aidé à traduire les questions en francais lors de mon entretien et que j’ai été retenu sans doute, correspondant parfaitement à ce profil de volontariat. Il notait aussitôt tout ce que je disais et prenait son monde administratif qui était en face de moi comme témoins. Je lui ai demandé de me permettre de tenir informer mon organisation et de revenir prouver le lendemain la justesse de tout ce que j’avais dit. Les noirs qui accueillent sous leur responsabilité se sont rapprochés et m’ont dit de revenir avec aussi une motivation de retour après l’expiration de mon visa. Je ne pouvais rien croire de tout ce qui se passait ce jour.

L’organisation a été très étonnée de la situation, et promettait son soutien. J’étais revenu le lendemain avec les adresses de mon interlocuteur autorisé à me traduire les questions en allemand lors de mon entretien; une lettre de motivation assurant mon retour; un certificat de travail; une lettre de recommandation et d’engagement du président de mon organisation internationale section d’Afrique sur place ici, qui s’engage à m’embaucher dès mon retour.

Tout ceci a été déposé à l’ambassade. Ma suite était inconnue jusqu’à deux jours avant mon départ quand je me suis rendu au consulat pour apprendre finalement le rejet de mon visa. Ils ont contacté mon interlocuteur allemand et se sont rendus compte de la conformité des adresses, et sont convaincus de la justesse de mes preuves. Malgré tout cela ils supposaient dans leur motivation du rejet que l’organisation ne savait peut-être pas que quelqu’un m’avait aidé à traduire les questions. On m’adresse également que je peux me plaindre au tribunal administratif de Berlin et le prouver en moins d’un mois.

Comment une représentation diplomatique peut rejeter un visa qu’elle a déjà accordé en SUPPOSANT une raison??

Incroyable et ces européens donnent sans aucun doute une mauvaise impression de leur qualité. J’étais prêt à introduire un recours au consul, mais c’était claire que les recours n’aboutissent souvent pas à une bonne suite. De plus c’était déjà trop tard et l’organisation était obligée d’engager quelqu’un d’autre à ma place pour assurer mes tâches. C’était hélas que la première fois et de jamais compris cette facon de piétiner les droits humains. C’est comme s’ils ont recu un ordre de ”fermer toutes les frontières”. Cela devrait être quand même basé sur des lois. C’est dommage et désolant qu’aucune lois n’est respectée dans cette perspicacité et que le territoire européen est complètement fermé à la magorité des méritants. A peine un dixième de ceux qui demandent le visa pour l’UE par an l’obtienne, et parmi eux existent même les indignes.

En somme, La politique des visas au niveau des consulats de l’UE est vraiment de n’importe quoi. L’homme en tant qu’homme n’est pas du tout respecté. Un consulat est une légation par excellence à l’étranger oû il est impérieux d’appliquer la ditacture des tests aux demandeurs de visa et autoriser ceux qui méritent: Ce qui n’est pas le cas. Cela ne retrace que de d’injustice et d’inégalité. Aucune lois n’est exacte et il urge à tout prix de trouver des solutions évidentes pour corriger la chose.

 

Origin:
Benin
Destination:
Germany
Purpose:
internship / volunteer service

“… made me feel I was guilty of demanding to visit my friend …”

++ English version below ++

Meine Erfahrungen an der Deutschen Botschaft in Islamabad, Pakistan.

Ich hatte geplant, meinen Freund, der mich einige Male in Lahore besucht hatte, für einige Wochen in Deutschland zu besuchen und Zeit mit ihm und seiner Familie zu verbringen.

Ich hatte alle wichtigen Dokumente, die laut der Botschafts-Homepage für ein Besuchsvisum nötig sind und ich hatte das Gefühl, einen guten und legitimen Grund zu haben, ein Visum ausgestellt zu bekommen. Ich brauchte ungefähr drei Monate, um meinen Visumsantrag vorzubereiten und musste einige sehr anstrengende, von der deutschen Botschaft geforderte, Prozesse durchlaufen, um alle notwendigen Dokumente zu besorgen – was sich am Ende als völlig nutzlos herausstellte.

Als ich die Lounge in Islamabad betrat, von der aus die Leute abgeholt und per Bus zur deutschen Botschaft gebracht werden, begann ich mich unwohl zu fühlen. Die Leute sollten einfach warten und dann in die Busse einsteigen, die sie nach langer Wartezeit abholten. Ich hatte um 7 Uhr einen Termin, aber immer wenn ein Bus kam, um Leute mitzunehmen, gab es Chaos, weil alle versuchten in den Bus zu gelangen, um pünktlich zu ihren Terminen zu kommen. Da es keine Warteschlange gab, musste ich entsprechend handeln und mich zum Bus durchdrängeln, sonst hätte ich meinen Termin verpasst und die ganze Reise von Lahore nach Islamabad wäre Verschwendung gewesen. Schon allein, dass ich zu so einem Verhalten gezwungen wurde, löste in mir ein Gefühl der Frustration aus. Aber ich blieb ruhig und wartete drauf, die Botschaft zu erreichen. Endlich hatte ich die Botschaft erreicht und wartete dort auf weitere Anweisungen. Dann sah ich einen Visumskandidaten, der auf seinem Handy spielte, obwohl es streng verboten war Handys mitzunehmen und eigentlich alle Besucher dreimal durchsucht wurden, um zu überprüfen, ob jemand ein Handy mit hatte. Zu meiner Überraschung hatte es dieser Mann irgendwie geschafft, dem Prozess zu entfliehen und spielte offen Spiele auf seinem Handy.

Danach wartete ich für eine lange Zeit (ungefähr dreieinhalb Stunden) und wurde dann in eine gefängnisartige Zelle geschickt, in der eine Person hinter Glas mich auf unhöfliche Weise befragte. Der Beamte stellte Fragen über meine Familie, mein Studium und andere Routinefragen. Was mich an der Befragung so störte, war der misstrauische Grundton des Typs, als ob ich jemand Schuldiges wäre, dem bewiesen werden müsste, dass er über den Besuch bei seinem Freund lüge. Ich hätte es sehr zu schätzen gewusst, wenn er freundlicher gewesen wäre oder wenigstens weniger vorurteilsbehaftet.

Ich hatte erwartet, dass ich den Zweck meines Visumsantrags erklären könnte. Tatsächlich bombardierte mich dieser Typ aber mit Fragen, die dazu führten, dass ich mich schuldig fühlte meinen Freund besuchen zu wollen. Ich hatte das Gefühl, dass ich am besten mit besonders schlauen Antworten aufwarten musste, um aus der Situation herauszukommen. Es fühlte sich an, wie vor Gericht zu stehen und ich fühlte mich, als ob ich mich gegen aus der Luft gegriffene Vorwürfe verteidigen müsse. Trotzdem absolvierte ich den ganzen Prozess zuversichtlich und war sehr erleichtert, als diese schreckliche Erfahrung endlich vorbei war.

Nach zwei Wochen bekam ich meinen Pass mit einem Ablehnungsschreiben zurück. Ich verstand nicht, warum ich abgelehnt wurde, obwohl ich sogar mehr unterstützende Dokumente eingereicht hatte als gefordert waren. Voller Überraschung focht ich die Entscheidung an um zu sehen, ob es der Botschaft vielleicht ein Fehler unterlaufen war, da ich eine angemessene Stellungnahme meiner Bank, Schreiben von meiner Universität und meinem Arbeitsplatz, wohin ich zurückkehren würde, ein offizielles Einladungsschreiben von meinem deutschen Gastgeber (gemäß des von der Botschaft vorgegebenen Formats),eine ordentliche Krankenversicherung in Deutschland und mehrere andere unterstützende Dokumente vorweisen konnte. Der Hauptgrund für die Ablehnung war dann, dass der Beamte überzeugt war, dass ich nicht vor Visumsablauf nach Pakistan zurückkehren würde. Also präsentierte ich ihnen noch mehr Beweise, indem ich acht Briefe von meinen deutschen Freunden einschickte (die ich ebenfalls zuvor in Lahore getroffen hatte), die bestätigten, dass sie mich kannten und erklärten, dass ich wirklich vorhatte sie zu besuchen und zurückzukehren.

Ein anderer Grund für mich zurückzu kehren, den ich angab, war die Krankheit meiner Mutter und dass ich zurückkommen musste, um mich um sie zu kümmern. Meine Anfechtung wurde trotzdem abgelehn, unter Angabe folgender Gründe: Da ich ein Mann bin und Männer in der pakistanischen Gesellschaft nicht dafür verantwortlich seien sich um die Familie zu kümmern, wäre esfür den Visumsantrag von keiner Bedeutung, dass meine Mutter krank sei, da es die Verantwortung einer Frau sei sich um Familienmitglieder zu kümmern und dies somit kein Rückkehrgrund für mich (männlich) darstelle. Zweitens glaubte die Botschaft, dass ich meine deutschen Freunde ausgetrickst hätte, damit sie mich nach Deutschland einlüden.  Sie waren sich sicher, dass ich nicht nach Pakistan zurückkehren würde, ungeachtet meiner Karrieremöglichkeiten in Pakistan, die ich ihnen demonstriert hatte. “Die Bereitschaft des Antragsstellers in seine Heimat zurückzukehren konnte nicht bewiesen werden” scheint mir der übliche Grund für die deutsche Botschaft zu sein Touristen-/ Besuchsvisa abzulehnen, wenn sie keinen anderen Ablehnungsgrund finden. Auf diese Art werden diese Visa für Pakistanis kaum bewilligt.

Für pakistanische Staatsangehörige ist es fast unmöglich einfach Freunde in Deutschland zu besuchen. Ich verstehe nicht, warum ich fünf Monate mit Planungen und Vorbereitungen verschwendet habe, um mich dann mit solchen Anschuldigungen und Verdächtigungen konfrontiert sehen musste. Ich bin sehr enttäuscht so unfair behandelt worden zu sein.

Ich fordere die deutsche Botschaft eindringlich dazu auf, die Bedingungen für die Visumsvergabe transparent zu machen. Ich finde es inakzeptabel wie die deutsche Botschaft auf ihrer Website für Antragssteller*innen eine sehr detaillierte Beschreibung der Voraussetzungen für die Visavergabe zur Verfügung stellt, in Wirklichkeit aber selbst solche, die alle Voraussetzungen erfüllen und alle Dokumente zur Verfügung stellen (was ziemlich teuer ist), kaum eine Chance auf ein Visum haben.


++ English version ++

My experience at the German Embassy in Islamabad, Pakistan.

I was planning to visit my best friend, who has visited me several times in Lahore, for a couple of weeks in Germany and spend some time with his friends and family.

I had all the necessary documents needed for a visit visa (according to the embassy’s official website) and I felt I had a very strong and legitimate case to be granted a visa. It took me around three months to prepare for my visa request, and I had to go through some extremely exhausting procedures to collect all the documents required by the German embassy, which in the end turned out to be all useless.

When I entered the waiting lounge in Islamabad from where they take people to the embassy in buses, I had started to get an unpleasant feeling. People were supposed to wait randomly, and enter the buses that were coming to pick them after a long time. I had an appointment at 7am, but whenever a bus would come to pick people, there was a chaos of people trying to enter the bus hectically out of desperation to reach in time. As there was no queue whatsoever, I had to act accordingly and push my way through into the bus or else I would have lost my appointment, and the whole journey I had made from Lahore to Islamabad would have been a waste. Doing so had already made me feel frustrated, but I kept my calm and waited to reach the embassy. At last, I reached the embassy and sat there while waiting for further instructions. Then I saw a visa candidate playing games on his phone even though phones were strictly not allowed to be taken with you, and people were searched on three different occasions in the process to see if they have any cell phones with them. To my surprise, this gentleman had somehow escaped the process and was openly playing games on his phone.

After that, I had to wait for a long while (three and a half hours approximately), and then I was sent into a prison-cell kind of room, where a person beyond the glass was interviewing me in a very rude manner. He asked me about my family, studies, and other routine questions. What offended me in the interview was that the overall tone of the guy was so suspicious, as if I was someone guilty trying to prove that I was not lying to him about visiting my friend. I would have appreciated it a lot more, had he been friendlier or at least less prejudiced.

I expected it to be a situation where I could explain the purpose of my visit and request for the visa. However, this guy kept shooting me with questions that made me feel I was guilty of demanding to visit my friend, and that I had to come up with some very smart answers to get my way out of it. It actually made me feel like I was in a courtroom having to justify something that I did not even intend to do. Anyhow, I managed the whole procedure confidently and felt relieved to eventually having finished this horrible experience.

However, after two weeks, I got my passport back with a rejection letter. I did not understand why I would be rejected when I had even provided more supporting documents than they ask for. So in amazement, I appealed back to see if there was a mistake as I had an appropriate bank statement, letters from my university and work place where I would return to, an official invitation letter from my host in Germany (according to the embassy’s required format), a proper health insurance in Germany, and several other supporting evidences. Their major reason for rejection was that they were not convinced that I would return back to Pakistan before the visa would expire. So I gave them more evidences by including eight letters of my German friends (who I had also previously met in Lahore) vouching to know me and explain how I actually intended to visit them and return back.

Another reason to return, I stated, was the sickness of my mother and that I had to come back to take care of her. However, my appeal was rejected as well and the reasons they stated were the following: Since I am a male and males in Pakistani society are not responsible for taking care of their family members, it does not matter if my mother is sick because it is the responsibility of a woman to take care of family members. Secondly, they thought I had tricked my German friends into inviting me to Germany, courtesy of some acting certificates and evidences I had given to them in their request. Moreover, they were certain that I would not return back to Pakistan, regardless of the opportunities I had shown them I had in Pakistan for my future career. “The willingness of the applicant to return to his/her home country could not be proven” seems to me the common reason for the German embassy to reject tourist/visit visa when they do not find any other reason for rejection. In this way those visa are hardly granted to Pakistani people.

For a Pakistani citizen it is nearly impossible to simply visit a friend in Germany. I don’t understand why I wasted five months in preparing and planning for this when all I had to eventually face was such accusations and suspicions. I am extremely disappointed to be treated so unfair.

I strongly demand the German embassy to make it transparent under which conditions people can get their visa. I find it unacceptable how the German embassy provides on their website a very detailed description of the visa requirements for applicants while in reality, even when complying with everything and providing all documents (which also costs quite an amount of money), one hardly has a chance to eventually get a visit visa.

Origin:
Pakistan
Destination:
Germany
Purpose:
Visiting a longtime friend and his family
Occupation:
Student

Ich war der Meinung, dass es einfach sein wird meinen Ehemann nach Deutschland zu holen. Doch leider wurde ich eines Besseren belehrt.

Anmerkung der Redaktion: Im Falle von Ehegattennachzug veröffentlichen wir auch Erfahrungsgeschichten aus Sicht des/der deutschen Ehepartners/Ehepartnerin, da in diesem Falle beide Partien Opfer von Diskriminierung sind.

Lübeck, 09 Jan. 16

Sehr geeherte Damen und Herren,

Mein Ehemann Aleisi Antonio Martinez Almanzar und ich haben uns im August 2010 in der Dominikanischen Republik am Bavaro Strand kennengelernt. Ich war zu dem Zeitpunkt noch mit meinem Ex-Freund zusammen und da es in meiner letzten Beziehung kriselte habe ich diesen Urlaub als Chance oder eben als Entscheidung gesehen, ob diese Beziehung eine Zukunft hat. Es hat sich herausgestellt, dass die Beziehung keinen Sinn hat und ich habe mich deshalb im September von meinem damaligen Ex-Freund getrennt. Zu meinem Ehemann hatte ich zu dem Zeitpunkt ein freundschaftliches Verhältnis. Erst am 11. September 2010 hat sich herausgestellt, dass aus dieser Freundschaft eine tiefgründige Liebe entsteht. Ich bin an diesem Tag nur für zwei Tage zu ihm geflogen, um herauszufinden, ob er es ehrlich meint. Am Anfang war mein Ehemann nämlich sehr schüchtern und hat auch die Beziehung zu meinem Ex-Freund akzeptiert und gewürdigt. Es ist ja bekannt, dass die Dominikaner eher draufgängerisch sind und so ist er überhaupt nicht gewesen. Nicht nur das hat mir imponiert, sondern auch seine einfühlsame, liebe Art und Weise, wie er ist.

Da ich im Hotelgewerbe tätig bin, hatte ich mich dazu entschieden, ganz in die Dominikanische Republik zu ziehen. Außerdem wollte ich meinen Ehemann näher kennenlernen. So zog ich im März 2011 nach Bavaro und wir haben zusammen gelebt, ich habe sein Land und seine Familie kennengelernt und wir haben am 11. September 2012 in Higuey geheiratet. Da meine Aufenthaltserlaubnis im März 2013 abgelaufen war und die Verlängerung sehr teuer ist und ich auch keine Zukunft in der Dominikanischen Republik für uns gesehen habe, bin ich wieder nach Deutschland zurück gegangen. Ich war der Meinung, dass es einfach sein wird meinen Ehemann nach Deutschland zu holen, da ich ja schon mit ihm gelebt und ihn kennengelernt habe. Doch leider wurde ich eines Besseren belehrt.

Hinzu kommt noch, dass ich von meiner Familie keinerlei Unterstützung erhalte. Ich bin ohne Wohnung und ohne Arbeit im März 2013 in Frankfurt angekommen. Ich durfte bei meinem Bruder in Berlin wohnen, jedoch nicht für lange. Es ist für mich immer noch sehr schwer eine Arbeit in Deutschland zu finden. Ich habe viele Bewerbungen geschrieben und nur Absagen erhalten. Ich weiß nicht, woran es liegt, aufgrund meines ausländischen Namen oder meines Alters oder meiner Situation?

Mein Ehemann hat im April einen Antrag auf Ehegattennachzug gestellt und ich benötigte erst einmal eine Wohnung von mind. 50 m², die habe ich jetzt. Das Visum wurde abgelehnt aufgrund dessen, dass mein Ehemann kein Deutsch spricht. Ich habe ihm Bücher mit einem Bekannten gesendet und auch als ich dort war, habe ich versucht, ihm Deutsch beizubringen. Ich bin jedoch keine Lehrerin und uns fehlte auch die Zeit, denn wir waren beide berufstätig. Mein Ehemann kann nicht den Kurs der Botschaft in Santo Domingo besuchen, weil er 1. sehr teuer ist, 2. er keine Verwandten in Santo Domingo hat, wo er übernachten könnte und 3. bekäme er nicht 9 Wochen Urlaub, um den Test zu machen. Wir haben mit einem Anwalt aus Berlin Beschwerde eingereicht und die Richterin der Verwaltungsgerichtes will nun den Fall Dogan abwarten und hat uns auch Prozesskostenhilfe bewilligt.

Meine psychische Belastung ist enorm, denn die vielen Absagen belasten mich sehr. Mein Vater unterstützt mich in keinster Weise, er zieht mich sogar noch vor Gericht, dass ich auf Unterhaltsleistungen aus einem Titel verzichten soll. Zu allem Übel ist er Rektor einer Grundschule! Meine Mutter ist nicht damit einverstanden, dass ich mit einem Ausländer verheiratet bin und unterstützt mich deshalb auch nicht.

Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen und das Auswärtige Amt hat uns als Ausgleich angeboten, dass mein Ehemann den Kurs im Ausland machen soll, er muss den Test aber noch nicht einmal bestehen und dann dürfte er kommen. Wir haben uns auf diese absurden Vergleich nicht eingelassen und haben die Klage zum Bundesverwaltungsgericht gebracht. Dieses hat die Klage ebenfalls abgewiesen. Danach haben wir vor dem Bundesverfassungsgericht Beschwerde eingereicht, die auch abgewiesen wurde.

Nun haben wir vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde eingereicht und warten auf dessen Antwort. Ein Besuchsvisum zur Familiengründung und zum gemeinesamen Feiern des Weihanchtsfestes 2016 wurde mit der Begründung abgelehnt, dass die Chancen, dass mein Ehemann nach dem Besuchsvisum nicht wieder in sein Heimatland zurückkehrt gering sind. Nach all diesen Niederlagen habe ich mich nun dazu entschieden, ins Ausland zu ziehen. Dazu habe ich mich nun als Walflüsterin 2016 in der Dominikansichen Republik beworben und benötige hierfür noch Votes. Es wäre sehr nett, wenn ihr mir helfen könntet, mehr Votes zu erhalten.

https://www.walfluesterer.de/profile/Juana/?fb_action_ids=986623444731531&fb_action_types=og.likes

Ich habe auch schon daran gedacht unsere Geschichte öffentlich zu machen und einige Fernsehsender angeschrieben, jedoch bestand kein Interesse (RTL, PRO 7). Die Marketingleitung von der Fluggesellschaft Condor habe ich auch angeschrieben bezüglich einer Marketingmaßnahme mit unserer Erfahrung. Es bestand zwar Interesse aber die Kosten und Planung wären zu umfangreichn

Ich würde mich freuen, wenn endlich Gerechtigkeit in dieser Sache herrschen würde. Für uns persönlich wünsche ich mir einen gesicherten Arbeitsplatz im Ausland, sodass mein Ehemann und ich endlich wieder vereint sind nach nun mehr als zwein einhalb Jahren ungewollter Trennung.

Von ganzem Herzen dankend,

Juana Lene Martínez Almanzar.

Origin:
Dominikanische Republik
Destination:
Deutschland
Purpose:
Ehegattennachzug
Name:
Ehemann: Aleisi Antonio Martinez Almanzar, Ehefrau: Juana Lene Martínez Almanzar.
Occupation:
Hotelgewerbe

“For some nationalities, it will always be harder to get a German national visa.”

++ English version below ++
++ versión espanol abajo ++

Mein Name ist Luis Gabriel Mesa Martínez und ich bin Assistenzprofessor an der Javeriana Universität und der Juan N. Corpas Universität in Bogota (Kolumbien). Ich habe einen Doktortitel in Musikologie an der Universität in Granada (Spanien) gemacht. Ich schreibe hier im Interesse aller kolumbianischen Bürger, welche von den Konsulatdiensten der deutschen Botschaft in Bogota diskriminiert wurden.

Im Dezember 2013 wurde ich als Lehrer am Robert Bosch College (www.robertboschcollege.de) in Freiburg angestellt, nachdem ich mich gegen 420 weitere, internationale Bewerber durchgesetzt hatte.
Meinem Ehepartner Juan Diego Muñoz wurde ein Halbzeitjob angeboten, doch leider wurden beide unsere Visaanträge abgelehnt.Während einem unserer vielen Besuchen der Botschaft, die wir machen mussten, um außergewöhnliche Dokumente einzureichen, die nicht erforderlich waren, sagte uns Frau Konsul; “Ihr seid Kolumbianer. Jede Nationalität wird anders behandelt und für manche Nationalitäten wird es immer schwieriger sein, als für andere, ein Visa zu bekommen.” Die Botschaft erkennt gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht an, obwohl der deutsche Staat dies normalerweise tut.

Die endgültige Entscheidung über die Ablehnung von Visa trifft die deutsche Einwanderungsbehörde, doch dies erklärt nicht die diskriminierende und herablassende Art, mit der Kolumbianer in der deutschen Botschaft in Bogota gehandelt werden. Es ist auch nicht gerecht, dass es ein Maximum von 90 Tagen gibt, bevor man das Land verlassen möchte, um sein Visa zu beantragen. Es kommt meistens zu Verspätungen durch Anforderungen, die erfüllt werden müssen, von denen man aber erst später erfährt. Deswegen sind die 90 Tage eine zu kurze Zeit, um alles zu erledigen.

Ich verlange als Bürger Kolumbiens, welcher den gleichen Respekt wie jeder Bürger dieser Welt verdient, gleichberechtigt behandelt zu werden. Die Botschaft sollte sich der Konsequenzen ihrer diskriminierenden Handlungen bewusst werden. Hiermit möchte ich alle aufrufen, die in gleicher Weise von dieser oder einer anderen Botschaft behandelt worden sind, ihre eigene Geschichte hier mitzuteilen. Zusammen mit anderen Kolumbianern fordern wir eine Erklärung für die Ablehnung von Visa-Anträgen kolumbianischer Bürger durch die deutsche Botschaft. Ich erwarte, dass die deutsche Botschaft ihre Webseite auf den neusten Stand bringt und dort in allen Einzelheiten erklärt, welche ‘extraordinary’ Anforderungen von kolumbianischen Bürgern erwartet werden (im Vergleich zu anderen Nationalitäten). Wir möchten auch eine Erklärung für die nicht Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe, welche in Kolumbien für rechtmäßig erklärt wurde.

Dr. Luis Gabriel Mesa Martinez

++ English version ++

I am Luis Gabriel Mesa Martinez, Musicology PhD from the University of Granada (Spain) and current Assistant Professor at Javeriana University and Juan N. Corpas University in Bogota (Colombia). I am writing this story on behalf of every Colombian citizen who has felt discriminated by the consular services at the Embassy of Germany in Bogota, and thus add my statement to all the recent protests related to discrimination against Colombians (#anticolombianismo: an attitude that threatens the dignity of so many people in my country).

In December 2013, I was hired as a teacher by UWC Robert Bosch College (www.uwcrobertboschcollege.de) in Freiburg, after competing with 420 applicants from all over the world. The institution later offered a part-time contract to my life partner, Juan Diego Muñoz. We are both registered as a de facto marital union under the Colombian law. Our visas were denied. During one of our many visits to the embassy –as we were asked to deliver “extraordinary” documentation that was not part of the original requirements–, the lady consul in charge said the following words to us: “You are Colombian. Each nationality is treated differently. For some nationalities, it will always be harder to get a German national visa”. The embassy also claims that Colombian same-sex unions are useless in Germany, which seems ironic given that similar rights/unions are granted by the German government. The final decision to grant national visas is up to the German migration authorities, but this does not justify the demeaning and discriminatory attitude with which Colombians are being treated at their consular services in Bogota. It is not fair, either, to set a 90-day limit (max.) to apply for a visa before departure, if they are going to ask for extraordinary requirements that will certainly take more time and therefore delay the original plans (which, in our case, led to the cancellation of our contracts).

I demand, from my position as a Colombian citizen who deserves the same respect as any individual from any nationality, to be treated with equity. At the embassy, they must be aware of the terrible consequences resulting from their discriminatory policies. I hereby call those who have felt humiliated by this or any other embassy, to share their own particular stories. Together, we demand an explanation for the massive rejection of visas required by Colombian citizens. I ask from the German Embassy in Bogota to update their website and explain in detail all the “extraordinary” requirements they expect from Colombians (as opposed to people from other nationalities). We also need an explanation for their refusal to recognize same-sex partnerships signed in Colombia.

Dr. Luis Gabriel Mesa Martinez

 

++ versión espanol ++

Soy Luis Gabriel Mesa Martínez, doctor en musicología de la Universidad de Granada (España) y profesor asistente de la Pontificia Universidad Javeriana y la Juan N. Corpas de Bogotá (Colombia).Escribo esta petición en mi nombre, y en el de todo ciudadano colombiano que se haya sentido directamente discriminado por el personal de la sección de visas de la Embajada de Alemania en Bogotá, sumándome con ella a las protestas contra el #anticolombianismo que sigue estigmatizando el buen nombre y la dignidad de tantas personas en mi país.

En diciembre de 2013, gané un concurso profesoral convocado desde Friburgo por UWC Robert Bosch College (www.uwcrobertboschcollege.de), tras competir con 420 candidatos de todo el mundo. La institución también ofreció, posteriormente, un contrato parcial de trabajo a mi compañero Juan Diego Muñoz, con quien sostengo una unión marital de hecho bajo la ley colombiana.Nuestras visas fueron denegadas, y en una de las innumerables visitas a la embajada para entregar documentación “extraordinaria” (no estipulada en la lista original de requisitos), la cónsul encargada nos expresó oralmente: “ustedes son colombianos; a cada nacionalidad se le trata diferente”. Para algunas nacionalidades siempre será más difícil tener una visa nacional alemana”. La embajada sostuvo además que las uniones maritales de hecho legalizadas en Colombia no tienen validez alguna en Alemania (país donde paradójicamente existen uniones similares, a falta de matrimonio igualitario). Aunque la decisión final para otorgar visas nacionales esté a cargo de las autoridades migratorias en Alemania, el trato que muchos colombianos recibimos al presentarnos ante la sección consular no es digno de una entidad diplomática. Tampoco es digno que se limite la fecha de solicitud de visa a un máximo de 90 días antes de la fecha de viaje, para luego exigir requisitos extraordinarios que pueden tomar aún más tiempo y, por ende, retrasar la fecha de partida programada (retraso que, en nuestro caso, condujo a la cancelación de nuestros contratos).

Pido a la Embajada de Alemania en Colombia, con la autoridad que me confiere mi posición de ciudadano colombiano y mi nacionalidad que, como cualquier otra, merece equidad y respeto, que sean conscientes de las terribles consecuencias que tiene su discriminación y arbitrariedad en decisiones tan importantes. Motivo a otras personas que se hayan sentido humilladas por el personal de ésta u otra embajada a firmar y exponer sus casos, uniéndose a mi historia para exigir una explicación razonable que justifique la masiva denegación de visados contra colombianos. Solicito que la página de internet de la embajada alemana exponga con detalle todos los requisitos “extraordinarios” que aparentemente debemos cumplir los colombianos (a diferencia de otras nacionalidades) y que asimismo explique el porqué de discriminar las uniones maritales del mismo sexo amparadas bajo la ley colombiana, teniendo en cuenta que su país ha legalizado uniones que garantizan derechos similares a los nuestros.

Dr. Luis Gabriel Mesa Martinez

Origin:
Columbia
Destination:
Germany
Purpose:
work
Name:
LuisGabrielMesaMartnez
Occupation:
Assistant Professor at
Javeriana University and
Juan N Corpas
University in Bogota

I did not feel treated fair

++ English version below ++

Antragssteller

Alter: 22

Staatsbürgerschaft: ruandisch

derzeitiger Wohnort: Deutschland

Beschäftigung: Freiwilligenarbeit

Visumsbeantragung

Reisegrund: Ich wollte nach Deutschland einreisen, um einen Freiwilligendienst zu machen und eine andere Kultur kennenzulernen, etc. Ich war nie zuvor in der EU.

beantragtes Visum: Ich habe ein Schengen-Visum beantragt.

Verlauf: Ich habe alle Informationen und Dokumente einfach und rechtzeitig von der deutschen Botschaft erhalten. Als ich meine Dokumente einreichte, schienen die Mitarbeiter freundlich. Ich habe nur meine Dokumente eingereicht und bin wieder gegangen. Sie haben mich nichts gefragt, sie wollten nur die Dokumente von mir haben.
Aber dann fühlte ich mich nicht fair behandelt, weil ich 3 Monate auf eine Antwort gewartet habe. Ich musste anrufen um an mein Visum zu erinnern. Es waren ziemlich genau drei Monate ohne Kontakt zwischen mir und der Botschaft. Dann hatte ich die Idee anzurufen um nachzufragen ob alles klar wäre. Alles hörte sich gut an und sie baten mich kurz zu warten. Nach einigen Tagen kontaktierten sie mich um mir mitzuteilen, dass ich kommen solle. Dann gaben sie mir meinen Pass wieder mit einem Stempel darin, der anzeigte, dass mein Visum, das ich beantragt hatte, abgelehnt wurde. Ich dankte ihnen für alles und ging nach Hause. Es war absolut unfair, weil ich alle Dokumente hatte, die verlangt wurden. Ich glaube nur sie (die Angestellten der Botschaft) kannten den Grund für die Ablehnung.

Ich habe dann nochmal ein Visum beantragt. Das zweite Mal riefen sie mich wieder an und als ich dort war gaben sie mir den Pass und sagten mir, dass ich das Visum erhalten habe.
Schließlich bekam ich ein Visum im zweiten Versuch.

Kosten: 54 500 Ruandische Franc (RWF), entspricht ca. 65 Euro, für das Visum

 Und jetzt?

Ich mache meinen Freiwilligendienst, mache viele Lebenserfahrungen und erlerne neue Fähigkeiten.

Ich will nur, dass die Leute wissen, dass sie nicht erwarten können, einfach so ein Visum bekommen.

++ English version ++

Applicant

Age: 22

Nationality: Rwandese

Current residence country: Germany

Occupation: Voluntary services

visa application

Travel purpose: I wanted to travel to Germany to make voluntary services, learning a foreign culture, etc. I have never been to EU before.

Visa type you applied for: I was applying for a Schengen-visa.

application process: I got all information and documents by the embassy easily and at time. They seemed to be friendly at the embassy when I was submitting my documents at the secretariat. I just submitted my stuff then I went home. They didn’t ask me any question, just my documents.
But then I did not feel treated fair because it was such long time waiting for answer: 3 months. I had to call there just as to remind them, it was pretty much three months    without any contact. Then I had the idea to call there just to ask whether everything was clear.
Everything sounded good. They were asking me to keep waiting for short time. After some days they contacted me to come there, then they gave back my passport with a stamp in to show that my visa that I was asking for has been refused. I thanked them for all then I went home. It was absolutely unfair because I had everything they wanted. I think they only know themselves what was the reason for the denial.

I then applied for a second visa. For the second time they called me again and I went there with my passport and said that I got it.

costs: 54 500 Rwanda Francs (around 65€)

And now?

I am making voluntary services, lot of life experiences and gaining lot skills as well.

I just want to let people know that they should not expect to pass through.

Origin:
Rwanda
Destination:
Germany
Purpose:
volunteeringFSJ
Occupation:
volunteer